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    Russland und Tadschikistan werden Raketentreibstoffabfälle gemeinsam endlagern

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    DUSCHANBE, 28. Juni (RIA Nowosti). Russland und Tadschikistan werden Abfälle von festem Raketentreibstoff gemeinsam endlagern. Das geht aus einem russisch-tadschikischen Regierungsabkommen über die Kooperation bei der Endlagerung Beryllium-haltiger Abfälle von festen Raketentreibstoffen hervor. Das Dokument kam am Dienstag im Anschluss an die 8. Sitzung der tadschikisch-russischen Regierungskommission für die ökonomische Zusammenarbeit in der tadschikischen Hauptstadt zustande.

    „Für Tadschikistan und Russland entstehen bei diesen Arbeiten keine Gefahren", sagte Tadschikistans Ministerpräsident Akil Akilow. Russlands Zivilschutzminister Sergej Schoigu, russischer Kovorsitzender der Kommission, bezeichnete die vergangenen zwei Jahre in den russisch-tadschikischen Beziehungen nicht nur als einen diplomatischen, sondern auch als einen ökonomischen Durchbruch. In dieser Zeit seien 16 Abkommen unterzeichnet worden. Das sei ein gutes Tempo, wenn es um reale Situationen in Handel und Wirtschaft gehe, sagte Schoigu.

    In der Sitzung wurden nach seinen Worten Fragen zur Sprache gebracht, die das Entminen von Territorien in Tadschikistan betreffen. Minen waren während des fünfjährigen Bürgerkrieges in der ersten Hälfte der 1990er Jahre auf einem beachtlichen Teil des tadschikischen Territoriums gelegt worden. Zudem habe sich Russland bereit erklärt, Tadschikistan bei der Beseitigung der Folgen von Naturkatastrophen im Süden der Republik zu helfen.

    Akilow teilte Journalisten mit, dass die tadschikische Seite Schoigu ersucht habe, die Umsetzung des Abkommens über die Arbeitsmigration zu beschleunigen. „Das ist ein grundlegendes Dokument. Danach sollen in großen Städten Russlands tadschikische Vertretungen für die Angelegenheiten der Migranten eröffnet werden", sagte der tadschikische Regierungschef.

    „Tadschikistan ist an der Ausbildung seiner Fachleute in Russland interessiert. Derzeit wurden eine Liste der erforderlichen Berufe vorbereitet und die Quoten für das Studium unserer Bürger in Russland festgelegt", sagte Akilow.

    Auf der Tagesordnung der Kommission standen 25 Abkommen, darunter solche wichtigen wie „Über die Zusammenarbeit im Energie- und Gaskomplex Tadschikistans", „Über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Konversion und bei der gemeinsamen Nutzung von Objekten des staatlichen Betriebes Sarja Wostoka", „Über die Zusammenarbeit bei der Verarbeitung von Baumwolle und der Herstellung von Dual-Use-Gütern" und „Über die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse".

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