10:48 24 September 2017
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    Früherer Chef des Rodina-Blocks schlägt Variante zu dessen Reanimierung vor

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    MOSKAU, 28. Juni (RIA Nowosti). Der bekannte Wirtschaftsexperte Sergej Glasjew, einer der Mitbegründer des Wahlblocks Rodina (Heimat), plant die Reanimierung des Bündnisses, das vor einer Spaltung steht. Am Dienstag wurde der stellvertretende Vorsitzende der Staatsduma, Sergej Baburin, aus der Duma-Fraktion von Rodina ausgeschlossen. Ihm wurden Handlungen zur Last gelegt, die auf „die Spaltung der Fraktion und die Untergrabung ihres Rufes gerichtet sind". Baburin drohte damit, dass seine Partei Narodnaja Wolja (Volkswille) den Auschluss der Partei Rodina aus dem Wahlbündnis Rodina initiieren wird.

    „Baburin wurde in schmutzige politische Intrigen einbezogen. Wenn er sein Gesicht wahren will, sollte er auch die Vollmachten als Parlamentsabgeordneter niederlegen", sagte Glasjew, der sich jetzt in den USA aufhält, in einem Telefongespräch mit RIA Nowosti.

    Glasjew, Baburin und der Rodina-Parteichef Dmitri Rogosin, stellvertretender Dumavorsitzender, waren bei den Parlamentswahlen vom 7. Dezember 2003 die Schlüsselfiguren des Wahlbündnisses gewesen. Aber nach dem Wahlsieg wurde die Fraktion durch einen Zwist zwischen den Chefs der zum Wahlbündnis gehörenden Parteien ständig erschüttert.

    Glasjew, der seinerzeit als Fraktionschef abgesetzt wurde, versprach, er werde zur Restaurierung der wackelnden Allianz beitragen. Er werde zum letzten Mal versuchen, den Block Rodina zu reanimieren und all seine Kräfte zusammenzuschließen, für die die Wähler 2003 gestimmt haben, um dann eine einheitliche politische Partei zu gründen, sagte Glasjew.

    Aus Quellen im Rodina-Block verlautete, dass Glasjew in einem Schreiben an Rogosin einige „Rezepte zur Reanimierung des Bündnisses" vorgeschlagen habe. Dazu gehörten unter anderem die „politische Reue von Rogosins Anhängern für die Absetzung Glasjews als Fraktionschef, der Übergang zur kollegialen Führung in der Parlamentsfraktion und die Umwandlung des Blocks in die einheitliche Partei Rodina".

    Zuvor bot Rogosin, der das politische Markenzeichen „Rodina" monopolisiert hat, seinen ehemaligen Gesinnungsgenossen ganz einfache Posten in der Partei an.

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