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    Teheran an EU: auf Mutmaßungen hinsichtlich künftiger "Nuklearpolitik" des Präsidenten Irans verzichten

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    TEHERAN, 29. Juni (RIA Nowosti). Der offizielle Sprecher des Außenministeriums Irans, Khamid Reza Assefi, hat die Europäische Union aufgerufen, auf Mutmaßungen hinsichtlich der weiteren "Nuklearpolitik" des gewählten Präsidenten der Islamischen Republik, Mahmud Ahmadinedschad, zu verzichten.

    "Die Mutmaßungen und die voreiligen Überlegungen der Europäier und Westler hinsichtlich der zukünftigen Programme von Ahmadinedschad, u. a. auf dem Gebiet der zivilen Atombranche, werden denen (Europa und dem Westen) auch schaden", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung Assefis.

    "Wir empfehlen, auf verfrühte und unbegründete Prognosen zu verzichten und eigene Meinungen erst nach der Veröffentlichung von Programmen des neuen Präsidenten zu äußern", sagte der iranische Diplomat.

    "Wird das EU-Projekt für die generelle Lösung des Problems der iranischen Nuklearprogramme, das wir Anfang Juli dieses Jahres von den Europäern zu bekommen hoffen, positiv sein, wird das Problem auch geregelt", hieß es.

    Bei der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen Iran und der EU Ende Mai war vereinbart worden, dass die Europäer im Juli ihre neuen Vorschläge zur Lösung des Problems des "Nuklearen Dossiers" Irans unterbreiten werden. Iran verlängerte seinerseits die Aussetzung seiner Arbeit auf dem Gebiet der Urananreicherung.

    Angesichts der radikal konservativen politischen Orientierung des gewählten Präsidenten Ahmadinedschad und der entstandenen völligen Solidarität aller Machtzweige des Landes, die nun alle von gleichgesinnten Konservativen geleitet werden, äußerten einige Vertreter des Westens ihre Besorgnis hinsichtlich eines möglichen Abbruchs des Verhandlungsprozesses zwischen Iran und der EU zu den nuklearen Problemen.

    Unterdessen bekundete Ahmadinedschad seine Absicht, den Dialog im Interesse des Landes und auf einer gegenseitig vorteilhaften Grundlage fortzusetzen sowie insgesamt eine "ausgewogene und moderate" Innen- und Außenpolitik des Staates zu realisieren.

    Nach Ansicht der örtlichen Experten "sollten keine radikalen Änderungen der Strategie Irans bei der Lösung des Problems der nuklearen Programme erwartet werden, weil die hinsichtlich der nationalen Sicherheit wichtigen und endgültigen Entscheidungen von der obersten Staatsführung und dem geistigen Führer Irans, Ayatollah Ali Hamenei, getroffen werden". "In der Islamischen Republik ist der Präsident praktisch der Chef der Exekutivmacht", meinen sie.

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