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    Zunehmender Menschenhandel in Russland

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    MOSKAU, 29. Juni (RIA Nowosti). Helga Konrad, die OSZE-Sonderbeauftragte zur Bekämpfung von Menschenhandel, verweist auf den zunehmenden Menschenhandel in Russland.

    „Der Menschenhandel entwickelt sich und nimmt neue Formen an. In letzter Zeit entstand eine solche Form wie der innere Handel, das heißt, der Menschenhandel innerhalb des Landes. In Russland wächst dieses Problem an", sagte Frau Konrad am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    Ihr zufolge sei dieses Problem nicht nur für Russland aktuell. „Das Problem des Menschenhandels ist nicht nur ein Problem Russlands. Das ist eine der globalsten Verbrechensarten, gegen die kein einziges Land gefeit ist", unterstrich sie.

    Die Sonderbeauftragte verwies auf die Notwendigkeit, in jedem Land eine Struktur zur Bekämpfung dieses Übels zu schaffen, sowie auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit in diesem Bereich zwischen den OSZE-Mitgliedsländern. Helga Konrad betonte auch, dass sie sich bisher mit dem Problem des Menschenhandels für die sexuelle Ausbeutung beschäftigt hatte. „Aber wir müssen uns auch mit dem Problem des Handels für die Zwangsarbeit beschäftigen. Mit diesem Problem haben wir uns noch nicht befasst", sagte Konrad.

    Sie betonte auch, dass es notwendig sei, dem Problem der Zwangsheirat und dem ungesetzlichen Handel mit menschlichen Organen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

    Frau Konrad hat die Absicht, die russischen Gesetzgeber zur Verabschiedung eines Gesetzes über den Kampf gegen den Menschenhandel aufzufordern.

    „In Russland besteht heute nur eine Bestimmung Nummer 127, die das Problem des Menschenhandels betrifft. Sehr wichtig ist, eine neue Gesetzgebung anzunehmen. Und ich werde die russische Staatsduma auffordern, dies möglichst schnell zu tun", sagte sie.

    Die OSZE-Sonderbeauftragte erklärte auch ihre Absicht, eine Steigerung des Potentials der russischen nichtstaatlichen Organisationen in diesem Bereich zu unterstützen.

    Sie möchte, dass in Russland das Amt eines Sonderreferenten zum Menschenhandel eingeführt wird.

    „Ich werde der russischen Regierung im Zuge meines Besuches und während der Treffen in Moskau vorschlagen, das Amt eines nationalen Referenten zum Menschenhandel einzuführen", erklärte sie.

    Diese Person sei vor allem dazu bestimmt, Informationen zum Problem des Menschenhandels zu gewinnen. Der Referent werde jährlich die Ergebnisse seiner Arbeit der Regierung als Bericht vorlegen müssen, sagte Helga Konrad.

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