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    Militärexperte: Ukraine setzt militärische Zusammenarbeit mit Russland fort

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    MOSKAU, 29. Juni (RIA Nowosti). Die Ukraine könne die Zusammenarbeit mit Russland im Bereich der Rüstungsindustrie nicht abbrechen, meinte Generaloberst Leonid Iwaschow, Vizepräsident der Akademie für geopolitische Probleme, am Mittwoch bei einer Rund-Tisch-Konferenz in RIA Nowosti.

    Der Machtwechsel in der Ukraine habe „keinen Wechsel der politischen Klasse herbeigeführt. Es wurde lediglich ein Clan wurde von einem anderem abgelöst", sagte Iwaschow. Auch die ukrainische Außenpolitik erfuhr seiner Meinung nach keine Wandlungen. „Auch unter Präsident Kutschma strebte die Ukraine in die Nato und die EU."

    In einer Stellungnahme zu der Absicht der Ukraine, die Verbindungen zu Russland im Bereich der Rüstungsindustrie abzubrechen, gab sich Iwaschow zuversichtlich, dass dies nie passieren wird.

    Ihm zufolge seien die Wirtschaften beider Staaten sehr eng miteinander verflochten, so dass „etwa die Firmen der ukrainischen Raketen- und Atombranche mit niemand anderem außer Russland zusammenarbeiten können".

    „Politiker mögen natürlich verschiedene Erklärungen abgeben. Nachdem sich aber die Leidenschaften legen, zwingen die Realitäten die Ukraine dazu, sich wieder Russland zuzuwenden", meinte Iwaschow.

    „Die neuen Chefs der ukrainischen Regionen suchen bereits heute nach Möglichkeiten für eine Kooperation mit Russland", konstatierte er. „Russland soll daher nicht in Panik verfallen, es gibt keine Tragödie. Russland muss attraktiv für seine Satelliten sein und eine eigene politische und Integrationsstrategie haben, in die auch die anderen GUS-Staaten - unter Berücksichtigung ihrer Interessen - eingebunden werden müssen", führte Iwaschow aus.