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    Minister Lawrow: Kampf gegen den Terrorismus ist ohne Regelung der Regionalkonflikte sinnlos

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    SANA, 29. Juni (RIA Nowosti). Der Kampf gegen den Terrorismus verliert ohne die Regelung der Regionalkonflikte seinen Sinn, erklärte der russische Außenminister, Sergej Lawrow, auf der 32. Tagung der Außenminister der Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC). „Man kann nicht effektiv gegen den Terrorismus kämpfen, ohne Fortschritte bei der Regelung der regionalen Konflikte zu erzielen, ohne die scharfen sozialen Gegensätze zu überwinden, die unter anderem von der Ungleichmäßigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung in der Welt verursacht werden", sagte Sergej Lawrow.

    In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass der Nahostkonflikt so rasch wie möglich gelöst werden müsse, denn Extremisten verschiedener Seiten missbrauchen ihn als ein angebliches Symbol für den „Konflikt der Zivilisationen".

    Der russische Minister führte aus, dass es die Hauptaufgabe der Gegenwart sei, einen umfassenden und stabilen Frieden in der Region auf der Grundlage der Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates, der Madrider Grundsätze und auch der arabischen Friedensinitiativen, die der Gipfel der Arabischen Liga in Beirut im Jahre 2002 gebilligt hat, herbeizuführen.

    „Russland wird koordiniert mit den anderen Partnern im Nahost-Quartett die Anstrengungen verstärken, um das Palästina-Problem im Einklang mit der Road-Map zu lösen. Sie sieht die Schaffung eines lebensfähigen palästinensischen Staates vor, der in Frieden und Sicherheit mit Israel lebt", sagte Sergej Lawrow.

    Der russische Minister unterstrich, dass die Wiederaufnahme der Verhandlungen zu den Fragenkomplexen Syrien und Libanon immer notwendiger wird.