19:07 18 Januar 2017
Radio
    Politik

    Lawrow für Bestimmung der Termine für Abzug fremder Truppen aus Irak

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0
    SANA, 29. Juni (RIA Nowosti). Eine präzise Bestimmung des Termins für den Abzug ausländischer Truppen aus dem Irak würde zur Aussöhnung in diesem Lande beitragen. Das erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag auf der 32. Konferenz der Außenminister der Teilnehmerländer der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) in der jemenitischen Hauptstadt Sana. Die Präsenz fremder Truppen werde von der irakischen Gesellschaft nicht eindeutig aufgenommen, fügte er hinzu.

    „Eine objektive Analyse der irakischen Erfahrungen soll nicht nur zur Wiedergeburt des Irak beitragen, sondern auch helfen, eine richtige Strategie der Entwicklung des Nahen Ostens und Nordafrikas aufgrund der gegenseitigen Achtung, der Berücksichtigung der Interessen der Länder der Region und mit Unterstützung durch die G8 wie auch andere Länder Europas, Amerikas und Asiens zu bestimmen.

    Die historischen Erfahrungen der Menschheit zeugen davon, dass selbst bei den besten Absichten die Demokratie nicht von außen aufgezwungen werden kann. Russland betrachtet derartige Versuche nicht nur als aussichtslos, sondern auch als rechtswidrig und äußerst gefährlich, weil sie eine Destabilisierung der Situation und neue Konflikte zur Folge haben können."

    Nach Lawrows Ansicht haben fundamentale demokratische Werte einen universellen Charakter, werden aber in jedem Land unterschiedlich realisiert - unter Berücksichtigung der Traditionen, Kultur, Geschichte und nationalen Besonderheiten.

    Lawrow rief die internationale Gemeinschaft auf, unter der Schirmherrschaft der UNO einen kollektiven Mechanismus zur Koordinierung der Anstrengungen im Interesse der Förderung des politischen Prozesses im Irak ins Leben zu rufen. „Die Position Russlands bleibt unverändert: Wir sind der Ansicht, dass der Krieg im Irak ein Fehler war.

    Der russische Außenminister sagte ferner, dass Gegensätze um das Irak-Problem von den Terroristen zur Umgruppierung der Kräfte und zu neuen Anschlägen missbraucht wurden. „Das ist eine ernsthafte Lehre für uns alle. Jetzt müssen wird darauf hinarbeiten, dass das irakische Volk das künftige Schicksal seines Landes mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, vor allem der UNO, selber bestimmt."

    „Die im Irak fortdauernde Gewaltanwendung ruft ernsthafte Besorgnis hervor. Wir sind davon überzeugt, dass eine aktive Teilnahme aller wichtigsten politischen Kräfte wie auch ethnischen und konfessionellen Gruppen am Übergangsprozess eine Voraussetzung für eine schnellstmögliche Überwindung der Nachkriegsprobleme und einer tiefen Krise ist, in der das Land seit zwei Jahren steckt", betonte Lawrow.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren