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    Tochter des kirgisischen Ex-Präsidenten wurde Abgeordnetenmandat entzogen

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    BISCHKEK, 30. Juni (RIA Nowosti). Das Oberste Gericht Kirgisiens hat den Beschluss der Zentralen Wahlkommission, der Tochter des kirgisischen Ex-Präsidenten Bermet Akajewa das Abgeordnetenmandat wegen der Verletzung der Wahlgesetze zu entziehen, in Kraft belassen, berichtet RIA Nowosti.

    Die gleiche Enscheidung war bereits früher von einer untergeordneten gerichtlichen Instanz getroffen worden.

    Bermet Akajewa war bei den Wahlen im März als Abgeordnete des Parlaments der Republik gewählt worden. Damals wurden von internationalen Beobachtern zahlreiche Rechtsverletzungen in dem Wahlkreis von Bischkek registriert, in dem sich die Tochter des ehemaligen Präsidenten um den Parlamentssitz beworben hatte.

    Infolge der Unruhen, die am 15. März in den kirgisischen Städten Osch und Dschalalabad ausgebrochen waren und auf die Hauptstadt der Republik übergriffen, wo am 24. März der Regierungssitz besetzt wurde, kam es in Kirgisien zu einem Machtwechsel. Der Präsident der Republik, Askar Akajew, floh aus dem Land.

    Das Oberste Gericht Kirgisiens hat ferner einen weiteren Beschluss der Zentralen Wahlkommission in Kraft belassen, wonach dem Präsidentenkandidaten Urmat Baryktabassow die Registrierung verweigert wurde. Baryktabassow wird die Teilnahme an den Unruhen am 17. Juni in Bischkek zur Last gelegt. Die Unruhen wurden von seinen Anhängern angestiftet, als Baryktabassow wegen seiner doppelten Staatsbürgerschaft - Kirgisiens und des benachbarten Kasachstans - nicht registriert worden war.