06:19 23 Oktober 2017
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    Konferenz der Weltunion für progressives Judentum in Moskau eröffnet

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    MOSKAU, 30. Juni (RIA Nowosti). In Moskau wird am Donnerstag die 32. Internationale Konferenz der Weltunion für progressives Judentum (WUPJ), der weltweit größten jüdischen religiösen Vereinigung, eröffnet.

    An der Konferenz nehmen mehr als 400 Personen aus 24 Ländern teil, unter anderem die Leitung der progressiven jüdischen Bewegung aus verschiedenen Ländern, die Leiter von progressiven Rabbinerschulen, Rabbiner, weltliche Prominente, Geschäftsleute und Politiker.

    "Wir betrachten das Judentum als eine fortschreitende, dynamische religiöse Tradition, die der Zeit, dem Ort und dem Sozium entspricht, in dem wir uns befinden", sagte Rabbiner Uri Regev, Exekutivdirektor der WUPJ, auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti. Er fügte hinzu, dass das progressive Judentum "den Glauben an den Herrn mit einem wissenschaftlichen Herangehen verbindet".

    "Wir sind hierher gekommen, um zu lehren, zu lernen, zu beten, zu singen, uns zu freuen und mit den Prominenten des progressiven Judentums aus aller Welt zusammen zu sein", bemerkte Steven Bauman, Vorsitzender des Vereinten Komitees für die Ex-UdSSR der WUPJ und der Amerikanischen Assoziation für progressives Judentum.

    Im Rahmen der Konferenz startet auch das Jugendprojekt der WUPJ. 44 junge Vertreter der drei monotheistischen Religionen - Judentum, Islam und Christentum - werden Gründsätze der Toleranz und der gemeinsamen Existenz predigen. Das Ziel der Aktion besteht darin, die Beziehungen zwischen den Religionen zu festigen, mehr über die Religionen der anderen zu erfahren und die zukünftige Zusammenarbeit zu planen.

    Die Weltunion für progressives Judentum zählt 1,5 Millionen Mitglieder in 41 Ländern. Sie vereint mehr als 1200 reformierte, progressive, liberale und rekonstruktionistische Gemeinden und vertritt die Ansichten und Überzeugungen, die heute bei den Juden in aller Welt dominieren.