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    Nursultan Nasarbajew: Bedrohung für Kasachsan geht nicht von Usbekistan, sondern von Terroristen aus anderen Ländern aus

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    ASTANA‚ 30. Juni (RIA Nowosti). „Die Bedrohung Kasachstans geht nicht von Andischan, sondern von den Extremisten, Radikalen und Terroristen aus, die aus anderen Ländern eindringen." Das betonte der Präsident Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Astana.

    „Wenn die Unruhen, die sich in Kirgisien abgespielt haben, auch auf Usbekistan übergegriffen hätten, hätten wir alle in dieser Region meiner Meinung nach allerhand erlebt", sagte Nasarbajew.

    „Wenn bewaffnete Personen, darunter auch Ausländer, ein Gefängnis in ihre Gewalt bringen, 600 Verbrecher freilassen und dann ein Regierungsgebäude besetzen, was soll da getan werden?", fragte der kasachischen Staatschef.

    „Israel führt nie Verhandlungen mit Verbrechern, warum sollen andere dies tun?", fügte Nasarbajew hinzu.

    Auf die Frage, wie die kasachischen Behörden in einer derartigen Situation in Kasachstan handeln würden, sagte Nasarbajew: „Es fällt mir schwer, diese Frage zu beantworten."

    Der kasachische Präsident äußerte die Meinung, dass die Ereignisse, die sich in Usbekistan und Kirgisien abgespielt haben, auf die sozialen Bedingungen in diesen Ländern zurückzuführen seien. „Bedauerlicherweise ist dort die Arbeitslosigkeit sehr hoch und das Leben schlecht - das ist ein Nährboden für Extremisten", bemerkte Nasarbajew.

    In Andischan (Usbekistan) hatte eine Gruppe bewaffneter Personen am 13. Mai die Häftlinge, darunter auch Angehörige extremistischer Organisationen, aus dem Gefängnis entlassen. Die Regierungstruppen unterdrückten die Revolte. Die Behörden machen islamische Extremisten für den Konflikt verantwortlich, der laut offiziellen Angaben 176 Todesopfer gefordert hat.

    Die Aktivitäten der Opposition und die Unruhen im März dieses Jahres in Kirgisien hatten zu einem Machtwechsel und zur Flucht des Präsidenten Askar Akajew aus diesem Land geführt.

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