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    Experte: Russland ist weiterhin auf den Bau von Atomeisbrechern angewiesen

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    MOSKAU, 30. Juni (RIA Nowosti). Die vorhandene russische Flotte von Atomeisbrechern wird reibungslose Transporte nur bis zum Jahr 2013 gewährleisten. Das stellte Alexander Uschakow, Berater in der Verwaltung für die Gewährleistung der Schifffahrt der Föderalen Agentur für See- und Binnenschifffahrt, am Donnerstag in einer Rundtischsitzung im russischen Parlament fest. Bislang gebe es bei den arktischen Transporten keine Probleme.

    Seit 1989 werde der Atomeisbrecher „50 Let Pobedy" gebaut. Das sei das einzige Schiff dieser Art in der Welt, das sich derzeit im Bau befinde. „Wenn wir diesen Eisbrecher nicht fertig bauen und keine weiteren Eisbrecher vom Stapel laufen lassen, wird die Schifffahrt in der Arktis eingestellt werden müssen", sagte der Experte.

    Zuletzt war ein Atomeisbrecher im Jahr 1992 gebaut worden. Sollte ein neues Schiff jetzt projektiert werden, könnte es frühestens zum Jahr 2015 seiner Bestimmung übergeben werden, fuhr Uschakow fort.

    „Zuvor nahmen Projektierung, Bau und Inbetriebnahme eines Atomeisbrechers im Durchschnitt sechs Jahre in Anspruch. Jetzt beträgt diese Zeit mindestens zehn Jahre." Uschakow teilte mit, dass im Haushaltsentwurf für 2006 etwa 40 Millionen Rubel für die Projektierung eines Eisbrechers neuer Generation eingeplant seien.

    Zurzeit besteht die russische Flotte von kernkraftgetriebenen Eisbrechern aus sieben Schiffen und einem Leichterträgerschiff. Zudem ist der ausgemusterte Atomeisbrecher „Lenin" - das erste Schiff dieser Art in der Welt - erhalten geblieben. Die „50 Let Pobedy" ist in der Baltischen Werft (St. Petersburg) im Bau.

    Die weltweit größte russische zivile Atomflotte ist für die Gewährleistung von Transporten entlang der arktischen Küste Russlands bestimmt.

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