05:38 18 Oktober 2017
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    Rauschgifttransit aus Afghanistan wird demnächst zunehmen

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    KOSTANAI, 01. Juli (RIA Nowosti). In nächster Zeit ist eine Zunahme des Rauschgifttransits aus Afghanistan zu erwarten. Das stellte Russlands Innenminister Raschid Nurgalijew bei einer Beratung über das Zusammenwirken der Organe des Innern Russlands und Kasachstans im Grenzbereich in der kasachischen Stadt Kostanai fest.

    "Demnächst wird sich die Situation hier zuspitzen", betonte der Minister. "Wir müssen mit einer wesentlichen Zunahme des Rauschgifttransits aus Afghanistan rechnen. Vom Territorium dieses Landes kommt eine ernsthafte Bedrohung nicht nur für Zentralasien, sondern auch für die ganze Welt."

    Nach seinen Worten ist dies einer der wichtigsten destabilisierenden Faktoren in Zentralasien.

    Nach Angaben des russischen Innenministeriums wurden bei Sonderoperationen in den Grenzgebieten Kasachstans und Russlands in den ersten fünf Monaten dieses Jahres mehr als 9000 Schusswaffen, 15 Kilogramm Sprengstoff, 31 Sprengsätze, 120 Kilogramm Heroin, rund 800 Kilogramm Rohopium und rund 300 Kilogramm Haschisch und Marihuana beschlagnahmt.

    Dank dem Zusammenwirken der Organe des Innern beider Länder wurden im 1. Vierteljahr fünf Rauschgiftboten sowie 125 Personen festgenommen, die beschuldigt werden, Delikte auf dem Territorium Russlands begangen zu haben.

    Mehr als drei Viertel der illegalen globalen Opiumproduktion entfallen laut UNO-Angaben auf Afghanistan. 2004 wurden in Afghanistan 4200 Tonnen Opium produziert. Laut Prognosen der Staatlichen Anti-Drogen-Behörde Russlands wird die Produktion in diesem Jahr auf 5 000 Tonnen steigen. Über die tadschikisch-afghanische Grenze gelangt Rauschgift nach Zentralasien und in den GUS-Raum und anschließend nach Europa.