10:46 24 September 2017
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    Experte: Jugend ist überaus effektives Instrument „bunter Revolutionen"

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    MOSKAU, 01. Juli (RIA Nowosti) Eine aktive Anwendung der Netztechnologien der Jugendlichen während der „Revolutionsereignisse" in GUS-Ländern war eine Antwort auf die Verstärkung der Kontrolle über die nationalen Medien und die Wahlprozeduren seitens der postsowjetischen Regimes. Das stellt Alexander Dugin, Leiter des Zentrums für geopolitische Expertisen, am Freitag in der Zeitung „Wremja Nowostej" fest.

    Das „schwache Kettenglied" in der Krisenzeit bestand für die Regierungen der GUS-Länder darin, dass sie auf die administrative Ressource und Medientechnologien gesetzt hatten, führt der Experte weiter aus. Der Staat im Georgien von Schewardnadse, in der Ukraine von Kutschma und in Akajews Kirgisien hat zwar formell die Wahlrunden gewonnen, er konnte aber nicht mit den Herausforderungen der Netztechnologien fertig werden, die auf die Jugendlichen setzen.

    2007-2008 wird Russland eine überaus komplizierte Zeit der Machtübergabe durchmachen, und die Anwendung der Jugendnetzstrukturen für die gleichen Ziele wie in den anderen postsowjetischen Ländern drängt sich selbst auf. Im Grunde genommen unterscheidet sich Russland von den anderen GUS-Ländern nur durch die Größe. Qualitativ sind wir genauso ein ratloses Land ohne klare Strategie, ohne nationale Idee und ohne sozialpolitischen Dynamismus.

    Die heutigen Jugendorganisationen in Russland lassen sich in drei Kategorien aufteilen. Die ersten sind exakte Abdrücke von den „samtenen" Strukturen wie die georgische Organisation „Kmara", die ukrainische „Pora" und die anderen mit einem klaren destruktiven Programm. Außerdem gibt es die Jugendorganisationen der Parteien Jabloko und Union der Rechtskräfte wie auch die Vereinigungen wie „Ohne Putin auf Marsch", „Zivilverteidigung" sowie noch Dutzende kleinerer Organisationen. Der Kern der „samtenen" Jugend hat oppositionelle Überzeugungen sehr unterschiedlicher Art, die meisten fühlen sich aber nur von der Möglichkeit angezogen, sich mit Massen zu unterhalten und Straßenperformance zu veranstalten.

    Die zweite Kategorie sind konservative Jugendorganisationen, in erster Linie die Organisation „Naschi", die vom Kreml unterstützt wird. Dies ist eine ernsthafte Strategie der Macht, die auf die Abwehr der Bedrohung gerichtet ist, mit der ähnliche Regimes in der GUS systematisch nicht fertig werden konnten, wofür sie auch schwer bestraft wurden.

    Die dritte Kategorie ist die absolut depolitisierte Jugend, die sich ihrer Bedeutung langsam bewusst wird. Dort muss man auf äußerst unerwartete Angebote gefasst sein, die auf den Markt der Jugendnetzprojekte kommen werden. Die besonders gelungenen werden bestimmt von den Hauptakteuren der Parteien in den Jahren 2007 und 2008 verwendet.

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