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    Berater des Präsidenten: Investitionen in die Entwicklung des Menschen notwendig

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    MOSKAU, 01. Juli (RIA Nowosti). Igor Schuwalow, Berater des russischen Präsidenten, schlägt vor, für die Steigerung des Wachstumstempos der Wirtschaft die Hauptinvestitionen in die Entwicklung des Menschen zu machen.

    Wie Schuwalow im Gespräch mit Journalisten mitteilte, bestehen sowohl im Kreml als auch in der Regierung verschiedene Auffassungen darüber, wie an die Lösung der Aufgabe zur Verdoppelung des Bruttoinlandsprodukts und die Beschleunigung des Wachstumstempos herangegangen werden sollte.

    Laut Schuwalow gehe es dabei entweder um große Industrieprojekte oder um Investitionen in den Menschen. „Man kann Programme finanzieren, die mit der Entwicklung der Persönlichkeit zusammenhängen, und wir werden ein zunehmendes Wachstumstempo beobachten können", versicherte er. Aus seiner Sicht werde die Möglichkeit, das Tempo des wirtschaftlichen Wachstums zu beschleunigen, entstehen, wenn die Akzente auf die Entwicklung des menschlichen Kapitals verschoben werden.

    Er teilte mit, dass ein Beschluss zu dieser Frage in der nächsten Zeit gefasst werden soll. Dabei steht ein Teil der Entscheidungen dem Präsidenten, ein anderer aber der Regierung zu.

    Auf die Frage, wo die Mittel für die Entwicklung des Menschen hergenommen werden könnten, schlug Schuwalow vor, Haushaltsmittel dafür zu verwenden.

    Wenn es an Mitteln mangeln sollte, so sollte man sich entweder an den Stabilisierungsfonds und den Investitionsfonds wenden oder auch das Profizit des Haushalts benutzen.

    Der Berater des russischen Präsidenten hält es für notwendig, das Schwergewicht auf die Erhöhung der Lebensqualität der Menschen zu legen.

    „Wenn für die Bürger Russlands keine günstigen Lebensbedingungen in den Bereichen, die mit dem Komfort und der Möglichkeit verbunden sind, ihre intellektuellen Fähigkeiten zu entwickeln, geschaffen werden, so wird Russland keine Zukunft haben", meint Schuwalow.

    Einstweilen verfügen die Bürger für ihre Entwicklung über eine sehr beschränkte Ressource, meint er.

    In erster Linie handelt es sich hierbei um die Notwendigkeit, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, danach sollten Fragen des Gesundheitsschutzes und der Bildung gelöst werden, sagte Schuwalow.

    Er äußerte sich kritisch über die Situation in diesen Bereichen und setzte sich für baldigste Reformen ein. „Wenn das nicht im Verlaufe von 10 bis 15 Jahren geschieht, so werden sie (Medizin und Bildunswesen) überhaupt nicht mehr in der Lage sein, die Interessen der Bürger Russlands zu bedienen", sagte der Berater des Präsidenten.

    Auf die präzisierende Frage von Journalisten, ob die Reform die Situation nicht verschlimmern würde, antwortete Schuwalow: „Schlimmer, als es heute im System des Gesundheitsschutzes ist, kann es nicht werden".

    Der Berater des Präsidenten sagte, dass er sich fürchte, sich sogar in einem Krankenhaus behandeln zu lassen, das als das beste im Lande gilt.

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