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    Halb Russland interessiert sich laut Umfrage nicht für Nachrichten aus Kaliningrad

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    MOSKAU, 01. Juli (RIA Nowosti). 53 Prozent der Russen interessieren sich nicht für Nachrichten aus dem Gebiet Kaliningrad (russische Exklave an der Ostsee, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die UdSSR aufgenommen wurde), über die dortigen Ereignisse und die Probleme der Bewohner dieser Region. Dabei gaben 41 Prozent an, dass diese Informationen für sie interessant seien.

    Diese Angaben wurden am Donnerstag von der Stiftung „Obschtschestwennoje mnenije" (Öffentliche Meinung) veröffentlicht. Es sind die Ergebnisse einer russlandweiten Umfrage, die vor dem 750. Jahrestag der Gründung von Königsberg, des heutigen Kaliningrads, durchgeführt wurde.

    Als 2002 die Zukunft des Gebietes Kaliningrad erörtert wurde, meinten 30 Prozent der Russen, dass das Gebiet ein Teil von Russland bleiben und den gleichen Status wie alle anderen Regionen genießen wird. Heute ist der Anteil solcher Antworten auf 36 Prozent angestiegen.

    Doch die Zahl derjenigen, die eine Abspaltung des Gebietes befürchten, ist nicht zurückgegangen: 2002 drückten das 7 Prozent der Befragten aus, jetzt sind es 9 Prozent.

    Zwei Drittel der Russen (66 Prozent) glauben, dass der Staat das Gebiet unter den anderen Regionen nicht hervorheben und seiner Entwicklung nicht größere Aufmerksamkeit zuteilen sollte. Doch 17 denken genau umgekehrt. Am häufigsten ist diese Position unter den Bewohnern des Föderalgebietes Nordwest (36 Prozent) anzutreffen. Offensichtlich ist das auf die geographische Nähe und bessere Kenntnis der Lage der Region zurückzuführen.

    So meinen 34 Prozent der Befragten, dass das Leben in Kaliningrad genauso ist wie in anderen Regionen, und 18 Prozent, dass es schwieriger ist. Die Bewohner des Föderalgebietes Nordwest sehen die Lage etwas anders: 31 Prozent sind für die erste Antwort, 25 für die zweite. Dabei glauben 11 Prozent der Befragten im ganzen Land und 12 Prozent in diesem Föderalgebiet, dass das Leben im Gebiet Kaliningrad leichter ist.

    Die Umfrage wurde in 100 Ortschaften aus 44 Gebieten, Regionen und Republiken Russlands durchgeführt. 1500 Personen wurden am 25. und 26. Juni 2005 an ihrem Wohnort interviewt. 600 Moskauer wurden zusätzlich befragt. Der statistische Fehler liegt nicht über 3,6 Prozent.