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    Vorzug der Slowakei im EU-Rahmen - kulturelle und sprachliche Nähe zu Russland

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    BRATISLAVA, 01. Juli (RIA Nowosti). Der Vorzug der Slowakei im EU-Rahmen sei die kulturelle und sprachliche Nähe zu Russland und die allgemeine Kenntnis der russischen Realitäten, erklärte Magdalena Vasaryova, Staatssekretärin des Außenministeriums der Slowakei, in einem RIA-Nowosti-Exklusivinterview.

    Ihr zufolge könne der EU-Beitritt der Slowakei bei der Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Russland und der Europäischen Union seine Rolle spielen. „Wir sind an der weiteren Vertiefung der strategischen Partnerschaft Europäische Union - Russische Föderation interessiert", sagte Vasaryova. Bratislava begrüßte die Ergebnisse des EU-Russland-Gipfels im Mai in Moskau und die Unterzeichnung der Abkommen über vier gemeinsame Räume.

    Die Slowakei und Russland sind strategische Partner beim Transit von Energieträgern an europäische Märkte. „Die Slowakische Republik ist an einer Intensivierung des Energiedialogs EU-Russland interessiert, insbesondere unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Erhöhung der Nachfrage nach diesem Rohstoff in Europa sowie der damit verbundenen prognostizierten Zunahme seiner Lieferungen aus Russland", erläuterte Vasaryova.

    In Beantwortung der Frage nach besonders aussichtsreichen Richtungen der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit sagte die Staatssekretärin des slowakischen Außenministeriums, dass das „Potential unserer Zusammenarbeit nicht in vollem Maße genutzt wird". Ihr zufolge müssen erfahrene slowakische Unternehmer solche Segmente des russischen Marktes finden, wo sie festen Fuß fassen können. „Wir sind nicht nur an traditionellen Formen der Zusammenarbeit, sondern auch an der Gründung von Gemeinschaftsunternehmen und an einer Erhöhung des Umfanges slowakischer Investitionen in Russland interessiert", meint Vasaryova.

    Ihrer Meinung nach zeuge die Gründung des Unternehmens „Grafobal-Don", der im Januar 2005 in Rostow am Don in Betrieb genommen wurde, davon, dass dies möglich sei. „Das Unternehmen befindet sich im 100-prozentigen Eigentum der slowakischen Finanzgruppe „Grafobal Group Bratislava", das auf 18 Millionen US-Dollar geschätzt wird", fügte die Staatssekretärin des Außenministeriums der Slowakei hinzu.

    Zu wichtigsten gemeinsamen Projekten gehört das Gemeinschaftsunternehmen „Matador-Omskschina" mit slowakischen Investitionen in Höhe von 10,5 Millionen US-Dollar. „Dieses Unternehmen produziert schon seit zehn Jahren Qualitätsreifen von Weltniveau. Die Reifen sind nicht nur für den russischen Markt, sondern auch für den Export an Drittländer - Großbritannien, die Tschechische Republik, Polen, GUS-Länder und Westbalkan - bestimmt", unterstrich Vasaryova.

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