02:01 24 Januar 2017
Radio
    Politik

    Opposition protestiert im Zentrum der georgischen Hauptstadt

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    TIFLIS, 1. Juli (RIA Nowosti). Die georgische Opposition hat am Freitagabend im Zentrum der Hauptstadt Tiflis mit einer Protestaktion begonnen. In einem Park versammelten sich bis zu 60 Aktivisten der Republikanischen, der Konservativen und der Partei Neue Rechtsorientierte. Zuvor hatten die drei Parteien ihre Gesinnungsgenossen aus zwei Regionen Georgiens nach Tiflis eingeladen. Die Oppositionsführer selbst haben sich bislang nicht im Stadtzentrum eingefunden.

    Die Opposition befürchtet, dass die Behörden Versuche unternehmen könnten, die Kundgebung gewaltsam aufzulösen. Bislang ist es im Park ruhig. Es gibt keine verstärkten Polizeiaufgebote.

    Das Ziel der Aktion, die unter dem Motto "Politik ohne Gewalt" stattfindet, besteht darin, Druck auf Präsident Michail Saakaschwili auszuüben und ihn zu zwingen, Innenminister Wano Merabischwili abzusetzen. Die Oppositionellen sind der Ansicht, dass es gerade Merabischwili war, der am Vortag die Gewaltanwendung zur Auflösung einer friedlichen Kundgebung angeordnet und somit Unruhen in Tiflis provoziert hatte.

    "Die Opposition plant, alle Prozesse in die politische Bahn zu lenken. Wir sind nicht gewillt, die Situation durch gesetzwidrige Handlungen zuzuspitzen", erklärte Lascha Nazwlischwili von den Neuen Rechtsorientierten.

    Am Donnerstag hatte das Oberste Gericht beschlossen, die bekannten georgischen Sportkämpfer Alexi Dawitaschwili und Georgi Rewasischwili für drei Monate hinter Gitter zu bringen. Ihnen wird zur Last gelegt, bei einem griechischen Geschäftsmann Geld erpresst zu haben. Nach dem Urteilsspruch richteten die Sportkämpfer direkt im Gerichtssaal ein Pogrom an.

    Die unzufriedenen georgischen Sportler blockierten die zentrale Straße der georgischen Hauptstadt - den Rustaweli-Prospekt. Für die Wiederherstellung der Ordnung wurde eine Sondereinheit des Innenministeriums Georgiens eingesetzt. Bei der Auflösung der Demonstration wurde Gewalt angewendet. Einige Menschen wurden verletzt.