07:40 24 Oktober 2017
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    Putin, Schröder und Chirac erörterten UNO-Reform und Situation in Irak

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    KALININGRAD, 04. Juli (RIA Nowosti). Hauptereignis des zweiten Tages der Arbeitsreise Wladimir Putins nach Kaliningrad war ein Treffen mit den Staatschefs Frankreichs und Deutschlands. Am Sonntag besprachen Wladimir Putin, Gerhard Schröder und Jacques Chirac eine breite Palette von Fragen - von der UNO-Reformierung bis zur Situation in Iran.

    Auf einer Pressekonferenz nach den Verhandlungen betonte der Präsident der Russischen Föderation, dass er auf erfolgreiche Zusammenarbeit mit diesen Ländern im nächsten Jahr hoffe, in dem Russland den Vorsitz in der "Acht" führen werde.

    "In dieser Zeit könnte die Energiesicherheit ein prioritäres Thema der ‚Acht' werden", sagte er. "Ich zweifle nicht, dass bei der Vorbereitung von Maßnahmen zu dieser Thematik die Erkenntnisse ausgewertet werden, die im Rahmen des Energiedialogs Russland-EU gesammelt wurden", fügte der Präsident hinzu.

    Wie er sagte, wurde beim Treffen eine Reihe von Fragen geprüft, die mit dem bevorstehenden G8-Gipfel zusammenhängen. "Ich muss sagen, dass wir mit dem Zusammenwirken mit französischen und deutschen Kollegen in der G8-Gruppe zufrieden sind", bemerkte Putin.

    Er verwies darauf, dass Russland bereit sei, an Programmen für die Entschuldung der armen Länder teilzunehmen. Zugleich wäre nicht die Änderung der Summen von Geldinjektionen, sondern die Änderung der internationalen Politik zur Lösung von Problemen der ärmsten Länder, meint Putin. Ihm zufolge müssen die Industriestaaten unter anderem die Subventionen für verschiedene Zweige ihrer Wirtschaft kürzen, die Märkte öffnen und institutionelle Wandlungen vornehmen.

    Der Präsident Russlands meint, dass Debatten über die UNO-Reform nicht zur Spaltung dieser Organisation führen und keine Konflikte provozieren dürfen. Putin erinnerte daran, dass heute in New York diverse Schemen für die Umgestaltung des Sicherheitsrates vorgeschlagen werden.

    "Russland wird sich mit jeder vernünftigen Variante einverstanden erklären, die durch einen maximal breiten Kreis von Staaten unterstützt wird. Uns geht es vor allem darum, dass die Debatten über die Reform nicht zur Spaltung der Organisation führen, Konflikte und gegenseitiges Unverständnis nicht provozieren und den UNO-Sicherheitsrat nicht in einen Diskussionsklub verwandeln, in dem heute wichtige Fragen nicht gelöst werden können", unterstrich Putin.

    Er teilte mit, dass Russland Deutschland als Kandidat des ständigen Mitglieds des UNO-Sicherheitsrates unterstützen werde.

    Auf die Situation in Irak eingehend, rief Putin die Weltgemeinschaft auf, alle Meinungsverschiedenheiten zum Irak-Problem in der Vergangenheit zu lassen und die Anstrengungen zu vereinigen, damit das Volk Iraks selbst über das Schicksal des Landes entscheidet.

    Der Präsident hält die Nichtbeteiligung Russlands an der Operation in Irak nicht für eine politische Niederlage. "Haben wir denn verloren, wenn unsere Soldaten in Irak nicht ums Leben kommen? Das glaube ich nicht", erklärte Putin auf die Frage eines Journalisten.

    Er betonte auch, dass Russland vor einigen Tagen einstimmig als Beobachter in die Organisation der Islamischen Konferenz aufgenommen wurde.

    "Ich hoffe, dass wir auch von diesen Positionen aus einen positiven Beitrag zur Lösung des Irak-Problems werden leisten können", sagte der Präsident.

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