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    "Gaseta": Russland und China fanden gemeinsame Sprache zur UNO-Reform und Problemen des Separatismus

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    MOSKAU, 04. Juli (RIA Nowosti). China wurde das erste ständige Mitglied des UN-Sicherheitsrates, das Russland beim Versuch einer Reformierung dieser Organisation unterstützt. Letzten Freitag unterzeichneten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Hu Jintao zum Abschluss ihrer Verhandlungen im Kreml eine gemeinsame Erklärung über die internationale Ordnung im 21. Jahrhundert und unterstützten einander bei den zwei lebenswichtigen innenpolitischen Problemen - dem taiwanesischen und dem tschetschenischen, schreibt die „Gaseta" am Montag.

    Nicht einverstanden mit dem russisch-chinesischen Herangehen sind die USA, da sie der Ansicht sind, dass sich die UNO in einen Hobby-Club verwandeln sollte, der keine prinzipiellen Entscheidungen treffen würde. Solche Erklärungen sind nicht selten im USA-Kongress zu vernehmen. Dabei sind einige Kongressabgeordnete der Auffassung, dass die USA die Finanzierung der UNO einstellen sollten.

    Außerdem haben Russland und die VR China, so Hu Jintao, einander auch Unterstützung bei sich ähnelnden innenpolitischen Problemen - dem taiwanesischen und dem tschetschenischen - angeboten, das für beide Länder „von lebenswichtigem Interesse" ist.

    Allerdings wollte Putin dieses Thema öffentlich nicht unterstützen und legte seinen Schwerpunkt auf die Wirtschaftsinteressen. In Anwesenheit der Spitzenpolitiker beider Länder unterzeichnete Anatoli Tschubais, Chef des Stromkonzerns RAO „EES Rossii", ein langfristiges Kooperationsabkommen mit seinem Kollegen aus dem Unternehmen SGCC.

    In den letzten Jahren bemüht sich China aktiv um den Zugang zu Energie- und Rohstoffressourcen und ist bereit, mehr als viele westliche Investoren dafür zu zahlen. Vor einigen Jahren versuchten die Chinesen, am Privatisierungsausschreiben von 75 Prozent der Aktien der Ölfirma Slavneft teilzunehmen, Russland meinte aber damals, dieses Geschäft könnte seine eigene Energiesicherheit gefährden.

    Letzten Freitag unterzeichnete Rosneft ein Protokoll mit dem Unternehmen Sinopec über den Abbau des Weninski-Blocks (Projekt Sachalin-3), dessen Vorräte mit einem der größten russischen Schelfprojekte Sachalin-1 vergleichbar ist. Nach Angaben von Sergej Bogdantschikow, Präsident der Firma Rosneft, wären für die Entwicklung solcher Projekte rund fünf Milliarden Dollar erforderlich.

    Dieser russischen Gesellschaft, die im vergangenen Jahr das größte Yukos-Förderunternehmen Yuganskneftegas erworben hat, würden solche Investitionen in absehbarer Zukunft sehr gelegen kommen.