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    Einstellung des Stromimports aus der Ukraine erhöht die Auslastung der russischen KKW

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    MOSKAU, 04. Juli (RIA Nowosti). Die Einstellung des Stromimports aus der Ukraine erhöht die Auslastung der russischen KKW, sagte ein Vertreter der Föderalen Agentur für Atomenergie Russlands (Rosatom), der nicht genannt werden wollte.

    "Nach heutigem Stand arbeiten zum Beispiel im Atomkraftwerk Kola nur zwei Reaktoren. Die drei Reaktoren des Kraftwerkes bei Sankt Petersburg erzeugen insgesamt nur 2.300 Megawatt, was eine Auslastung der Produktionskapazitäten von ungefähr 70 Prozent entspricht", sagte die Quelle.

    Ihm zufolge sind wegen der Importe von Elektroenergie aus der Ukraine "immer ein bis zwei Reaktoren der KKW nicht ausgelastet".

    Das Tochterunternehmen des russischen Stromversorgers RAO EES, die Firma Inter RAO EES, setzte den Vertrag mit der ukrainischen Gesellschaft Energoatom über die Lieferung von Strom nach Russland per 1. Juli außer Kraft.

    Wie bei RAO EES zu erfahren war, hat das russische Staatsunternehmen Energoatom den Bezug von Elektroenergie aus der Ukraine eingestellt, weil die Nationale Kommission für Regulierung im Energiewesen der Ukraine beschlossen hat, ab dem 1. Juli die Preise auf das 1,8fache, auf 2,4 Cents pro kWh, zu erhöhen.

    "Für die Ukraine bedeutet das die völlige Einstellung der Arbeit eines Reaktors in einem der KKW und entsprechende finanzielle Verluste", heißt es bei dem Stromversorger.

    Die Lieferung von Strom aus der Ukraine nach Russland wurde im Dezember 2004 aufgenommen. Das monatliche Volumen belief sich auf bis zu 500 Millionen KWh. Im Juli des laufenden Jahres sollte es gemäß Planungen auf bis zu 800 Millionen KWh ansteigen.

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