02:59 21 Oktober 2017
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    Höchste Finanzkontrollorgane Russlands und Irans führen im KKW Bushehr parallele Kontrollen durch

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    TEHERAN, 4. Juli (RIA Nowosti). Der Rechnungshof Russlands und das Oberste Wirtschaftsprüfergericht (Supreme Audit Court) der Islamischen Republik Iran werden auf dem ersten Block des Kernkraftwerks Bushehr, den russische Fachleute bauen, parallele Kontrollmaßnahmen durchführen, teilte Sergej Stepaschin, Vorsitzender des höchsten Organs der Finanzkontrolle Russlands, mit. "Mein Kollege Mohammad Reza Rahimi, Vorsitzender des Obersten Wirtschaftsprüfergerichts von Iran, und ich haben vereinbart, dass wir parallele Kontrollmaßnahmen durchführen werden: sie hier und wir dort, um zu sehen, wohin und wie sich die Finanzströme bewegen, die mit der Realisierung des Projektes verbunden sind", sagte Stepaschin.

    Er betonte: "In die Realisierung des Projektes sind hohe Beiträge aus Russlands Haushalt angelegt, deshalb ist der Rechnungshof daran interessiert, an Ort und Stelle zu sehen, was eventuell störend ist oder was gemacht zu tun ist, um das Projekt weiter zu bringen."

    Wie er sagte, sei der Bau des ersten Blocks des KKW "eines unserer solidesten Projekte".

    "Russland will Bushehr nicht verlassen, darüber hinaus besteht ein Programm für weitere Arbeiten nach Abschluss des Baus des ersten Blocks", fügte der Chef des Rechnungshofes der Russischen Föderation hinzu.

    Was die annähernde Frist zur Inbetriebnahme des ersten Blocks des KKW Bushehr angehe, so rechne man mit "der zweiten Hälfte des nächsten Jahres", sagte Stepaschin.

    Mohammad Reza Rahimi als Chef des Supreme Audit Court von Iran schätzte seinerseits seine Verhandlungen mit dem Vorsitzenden des russischen Rechnungshofes hoch ein.

    "Die Verhandlungen sind sehr positiv, und wir hoffen darauf, dass die in Gang kommende Zusammenarbeit zwischen dem Rechnungshof und dem Obersten Wirtschaftsprüfergericht von Iran zur Festigung und Erweiterung allseitiger Kontakte zwischen Moskau und Teheran insgesamt beitragen wird", sagte Rahimi.

    Er gab außerdem die Bereitschaft zur Aktivierung des zweiseitigen Zusammenwirkens bekannt. "Alles ist bereit, um das Niveau der Verbindungen zwischen Russland und Iran auf verschiedenen Gebieten anzuheben", unterstrich Rahimi.

    "Der zum Präsidenten von Iran gewählte Mahmud Ahmadinedschad ist am allseitigen Zusammenwirken unserer beiden Länder interessiert und will es auszubauen", fügte er hinzu.

    Das iranische Parlament ratifizierte den Gesetzentwurf über den Bau neuer Kernkraftwerke im Lande. Ihre Gesamtleistung soll 20 000 Megawatt erreichen.

    Alexander Rumjanzew, der Leiter der Atomenergiebehörde Russlands (Rosatom), erklärte vor kurzem in einem Interview, Russland sei bereit, die Zusammenarbeit mit diesem Land zu erweitern.

    "Ich persönlich unterstütze die Entwicklung der iranischen friedlichen Atomenergetik und rechne damit, dass die Diskussion in der Weltgemeinschaft über dieses Programm Ende 2005 abgeschlossen sein wird. Ausgehend von der Position mehrerer Staaten (zu denen übrigens auch Russland gehört), die meinen, dass Iran auf den eigenen vollen Brennstoffzyklus verzichten solle, hoffe ich, dass die Entscheidung über die Entwicklung des nuklearen Energieprogramms in Iran positiv sein wird", sagte Rumjanzew.

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