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    Umfrage: Die meisten Russen wollen für ihr Land eine Vollmitgliedschaft in der G-8

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    MOSKAU, 4. Juli (RIA Nowosti). Russland solle nach vollberechtigter Mitgliedschaft in der "Großen Acht" streben, meinen die meisten Einwohner unseres Landes. Davon zeugen die Angaben einer Befragung, die am Montag im Gesamtrussischen Zentrum für das Studium der öffentlichen Meinung (WZIOM) bekannt gegeben wurden.

    Wie die Soziologen sagen, ist die Zahl der Menschen, die diesen Standpunkt vertreten, im letzten Jahr beträchtlich gewachsen: von 51 auf 58 Prozent. Zugleich sind lediglich 14 Prozent der Befragten gegen eine vollberechtigte Mitgliedschaft des Landes in der G-8, und weitere 28 Prozent hatten Schwierigkeiten bei der Antwort.

    Etwa 25 Prozent der Befragten meinen, unser Land sei schon jetzt ein vollberechtigtes Mitglied der G-8. Doch 40 Prozent sind mit ihnen nicht einverstanden, während 35 Prozent Schwierigkeiten bei der Einschätzung hatten.

    Wie die Fachleute feststellen, nimmt der Anteil der Personen, welche die Auffassung vertreten, dass Russland bereits ein vollberechtigtes G-8-Mitglied sei und dass es auch weiter danach streben solle, ihr ständiger Teilnehmer zu sein, unter den jüngeren Befragten sowie denen zu, die selbst ihre materielle Lage höher einschätzen.

    Sobald unser Land 2006 den Vorsitz in der G-8 haben werde, meinen die Russen, solle es sich in erster Linie auf Probleme konzentrieren, die das Leben und die Gesundheit der Menschen gefährden. In erster Linie sei das der Kampf gegen den internationalen Terrorismus: Das ist die Meinung von 54 Prozent der Befragten. Besonders weit verbreitet ist dieser Standpunkt unter den Einwohnern der Hauptstadt (72 Prozent).

    Darauf folgen mit weitem Abstand der Umweltschutz (32 Prozent), die Seuchenbekämpfung (31 Prozent), die Beilegung der bewaffneten Konflikte in der Welt (23 Prozent) und die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen (21 Prozent). Nach Meinung von 18 Prozent der Probanden solle das Thema Nr. 1 im kommenden Jahr die Entwicklung der Wirtschaft und Demokratie in den Ländern der Ex-UdSSR sein.

    In der Studie wird außerdem darauf verwiesen, dass die Initiative der "Großen Acht" bei der Abschreibung von Schulden der schwach entwickelten Länder bei den meisten Russen keine Billigung findet. Den Anschluss Russlands an diese Initiative würden 26 Prozent der Befragten begrüßen, dagegen treten 54 Prozent auf. Hierbei sind die mittel- und minderbemittelten Bürger häufiger gegen die Schuldenabschreibung (in diesen Gruppen sind 21 - 26 Prozent dafür, 56 Prozent dagegen), und die Meinungen der Befragten, die ihre materielle Lage als gut einschätzen, teilen sich ungefähr in zwei gleiche Teile: 48 Prozent für die Abschreibung der Schulden, 41 Prozent dagegen.

    Die gesamtrussische Befragung des WZIOM fand am 25. und 26. Juni statt. Befragt wurden 1 594 Personen.