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    Ukraine droht den europäischen Verbrauchern russischen Gases

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    MOSKAU, 04. Juli (RIA Nowosti). Das Staatsunternehmen Naftogas Ukrainy warnte den russischen Gaskonzern Gasprom in einem Telegramm davor, dass die Einschränkung der russischen Lieferungen von Gas in die Ukraine zur Verrechnung von Transitdienstleistungen zu Fehlmengen bei der Versorgung der europäischen Verbraucher führen kann.

    Wie die Agentur Nowosti Ukraina meldet, reagierte Naftogas Ukrainy mit dem Telegramm auf die Erklärung von Gasprom, wonach der Wert von fast 8 Milliarden Kubikmeter Gas, welches in den ukrainischen Depots lagern, von den Rechnungen für den Transit russischen Erdgases nach Europa abgesetzt werde.

    Der Leiter des Zentrums für Energiestudien, Konstantin Borodin, zeigt sich pessimistisch, was die weitere Entwicklung der Dinge angeht.

    "Zum Herbst hin, noch bevor die Heizperiode beginnt, wird die Frage, wie mit den 7,8 Milliarden Kubikmeter Gas zu verfahren ist, nicht gelöst", sagte er.

    Es wird erwartet, dass die Regierung der Ukraine bei ihrer Sitzung in dieser Woche das Problem des Gases behandelt.

    In der vergangenen Woche beschloss Gasprom einseitig, die in den unterirdischen Gasdepots der Ukraine lagernden Gasvorräte von der Rechnung für den Transit russischen Erdgases über das Territorium der Ukraine abzusetzen. Gasprom-Chef, Alexej Miller, hatte davon den ersten stellvertretenden Minister für Brennstoff und Energiewirtschaft und Vorstandsvorsitzenden von Naftogas Ukrainy, Alexej Iwtschenko, bei bilateralen Verhandlungen in Kenntnis gesetzt.

    Danach richtete Gasprom im Zusammenhang mit der Verrechnung der eingelagerten Gasmengen von Gasprom ein Telegramm an Naftogas Ukrainy, in dem es informierte, dass es für Transitleistungen der Ukraine bis zum Jahresende Gaslieferungen von bis zu 1,1 Milliarden Kubikmeter bezahlt.

    Wie RIA Nowosti in der Pressestelle des russischen Gaskonzerns erfuhr, will Gasprom indessen allen seinen Verpflichtungen zur Lieferung von Erdgas an die Ukraine nachkommen und setzt darauf, dass die Ukraine ihrerseits ihre Verpflichtungen beim Transit erfüllt.

    In den unterirdischen Depots der Ukraine sind 7,8 Milliarden Kubikmeter Gas des russischen Gaskonzerns eingelagert. In der zurückliegenden Periode Herbst bis Winter kam die Ukraine nicht einem von 40 Aufträgen zum Weitertransport der genannten Gasmengen nach.

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