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    Außenminister Russlands und der USA meinen, dass die Verfügungsgewalt von Terroristen über Massenvernichtungswaffen zu einer verheerenden Tragödie führen würde

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    MOSKAU, 04. Juli (RIA Nowosti). Der russische Außenminister, Sergej Lawrow, und die amerikanische Staatssekretärin, Condoleezza Rice, sind der Überzeugung, dass es zum massenhaften Sterben von Menschen und bisher unbekannten Zerstörungen komme, wenn Terroristen die Verfügungsgewalt über Massenvernichtungswaffen erlangen würden. Von ihren Ausmaßen her würden sie alles in den Schatten stellen, was in den USA am 11. September und bei allen anderen Terroranschlägen der jüngsten Zeit zusammen genommen geschah.

    Die beiden Außenminister veröffentlichten in der russischen Zeitung Iswestija unter der Überschrift „Russland und Amerika gegen Nuklearterrorismus" einen Artikel, welcher dem zweiten Jahrestag der Initiative für Sicherheit auf dem Gebiet der Nichtweiterverbreitung (PSI) gewidmet ist.

    Der zweite Jahrestag der PSI wurde am 31. Mai begangen. Russland schloss sich der Initiative vor einem Jahr an.

    Auf der Grundlage der Initiative arbeiten die Staaten der Welt gemeinsam an der Eingrenzung der Risiken, die daraus resultieren würden, dass Terroristen, illegale Waffenhändler oder Personen, die das Regime der Nichtweiterverbreitung unterlaufen wollen, in die Gewalt von Massenvernichtungswaffen gelangen.

    „Im Rahmen der PSI fanden in den letzten beiden Jahren in Europa, Asien und Amerika 16 Manöver unter Beteiligung verschiedener Länder statt. In den bevorstehenden Monaten werden Singapur, Norwegen und Großbritannien auf dieser Linie aktiv", heißt es in dem Artikel.

    „Mehr als 60 Staaten erklärten schon, dass sie die PSI unterstützen. Je mehr neue Teilnehmer es geben wird, desto besser. Die Zahl steigt stetig an", stellen Lawrow und Rice fest.

    In dem Artikel wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass die PSI sich nicht auf Infrastrukturen, Sekretariate, ein Stabsquartier oder einen Vorsitzenden stützt, die auch nicht notwendig sind. PSI ist die Vereinbarung der Mitgliedsstaaten, abgestimmt zu handeln, um die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen auf der Grundlage der Zusammenarbeit der Rechtsschutzorgane, der Militärs und der Diplomaten zu unterbinden, schreiben Lawrow und Rice.

    Die PSI und ihre Erklärung über die Grundsätze der Durchsetzung der Nichtweiterverbreitung, welche die weltweite Antwort auf die globalen Herausforderungen sind, schreiben die Hauptziele und die gemeinsamen Arbeitsmethoden fest. Wie es in der Erklärung heißt, werden alle Maßnahmen, die die Partnerländer ergreifen, auf dem Boden des nationalen Rechts, des Völkerrechts und der internationalen Verträge beruhen.

    „Die PSI ist ein Schritt voran bei der Realisierung der Resolution 1540 des UN-Sicherheitsrates, die alle Mitgliedsstaaten der UNO verpflichtet, ‚gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen', den mit der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zusammenhängenden Schmuggel auszuschalten", heißt es in dem Artikel.

    UN-Generalsekretär Kofi Annan begrüßte die aktive Tätigkeit der beteiligten Staaten an der Initiative und führte sie als Beispiel für gemeinsames Handeln im Interesse einer Verringerung der globalen Gefahr einer Verbreitung von Massenvernichtungswaffen an.

    Sergej Lawrow und Condoleezza Rice meinen, „der Erfolg der PSI zeigt, dass internationale Zusammenarbeit geeignet ist, um die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu unterbinden wie auch einen Missbrauch der lebensnotwendigen Kanäle des Welthandels zu diesem Zweck.