23:20 18 Januar 2017
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    Hohe Einfuhrzölle für Kraftwagen bleiben auch nach dem WTO-Beitritt Russlands bestehen

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    NISCHNI NOWGOROD, 04. Juli (RIA Nowosti). Nach dem Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) werden die Einfuhrzölle für Kraftfahrzeuge noch sieben Jahre hoch bleiben. Aber auch danach werden sie mindestens um 50 Prozent höher sein, als in Europa. Die Importzölle für andere Waren werden im Durchschnitt um ein Viertel gesenkt.

    Das teilte der Direktor des Departements für handelspolitische Verhandlungen des Ministeriums Russlands für Wirtschaftsentwicklung und Handel, Maxim Medwedkow, am Montag in Nischni Nowgorod mit. In dieser Wolga-Stadt, 400 Kilometer östlich von Moskau, wo sich der Gigant der russischen Kraftfahrzeugindustrie "Autowerke Gorki" befindet, das "Wolga"-Pkw liefert, wurde vom russischen Chefunterhändler in Sachen WTO ein dreistündiges Seminar zu den Aufgaben der Betriebe und Organisationen des Gebietes Nischni Nowgorod zur Vorbereitung des WTO-Beitritts Russlands durchgeführt. Die Beratung von mehreren Dutzend Betriebsleitern fand im Konferenzsaal der Industriellen- und Unternehmervereinigung von Nischni Nowgorod hinter geschlossenen Türen statt.

    Auf einer anschließenden Pressekonferenz sagte Medwedkow, er habe in den zurückliegenden vier Jahren mit Unternehmern aus Nischni Nowgorod viele Treffen durchgeführt, die dem Beitritt Russlands zur WTO gewidmet waren. Jetzt würden an Stelle politischer Diskussionen konkrete Schritte zur Vorbereitung dieses Prozesses unternommen, stellte Medwedkow fest. So bildeten viele Unternehmer bereits ihre Fachleute für die Arbeit unter den neuen, den WTO-Bedingungen aus, sagte der Chef des Departements.