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    Gebietschef im russischen Fernen Osten sieht chinesische Expansion voraus

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    MOSKAU, 04. Juli (RIA Nowosti). In zehn bis fünfzehn Jahren könnten sich die russisch-chinesischen Beziehungen verschärfen, sagte der Gouverneur der an China grenzenden Region Chabarowsk, Viktor Ischajew, am Montag bei einem Briefing in Moskau.

    Er meint, dass „China auf einem gewissen historischen Abschnitt für Russland ein Weggefährte sein kann, um bestimmte politische Ziele zu erreichen".

    Gleichzeitig verwies der Gouverneur darauf, dass „die chinesische Expansion in diesem Raum sich mangels einer stimmigen Politik der Föderalen Regierung zur Entwicklung der östlichen Regionen Russlands noch verschärfen wird", was seiner Meinung nach zu einer Verstärkung der politischen und wirtschaftlichen Konfrontation Russlands mit seinem östlichen Nachbarn führen könne.

    „Es lohnt nicht, gegen die Einwanderungsströme zu kämpfen, sondern man muss sich die entstandene Situation zu gute machen", unterstrich Ischajew.

    „Weisheit besteht darin, die Nähe zu China auszunutzen, um sich der (chinesischen) Arbeitskräfte zu bedienen", stellte er fest.

    Dem Gouverneur zufolge stehen gegenwärtig für das Programm zur Entwicklung der fernöstlichen Region in den nächsten zehn Jahren 1,4 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, was „extrem wenig" ist.

    „Sibirien und der Ferne Osten werden sich aus objektiven Gründen den nahe gelegenen Wirtschaftsmärkten zuwenden, die die Länder des asiatisch-pazifischen Raums verkörpern. Um diese Situation auszubalancieren und stabile Beziehungen mit Zentralrussland zu gewährleisten, muss in die Wirtschaft und in die Infrastruktur investiert werden. Die Entwicklungsstrategie für den Fernen Osten muss überprüft werden", meint der Gouverneur von Chabarowsk.

    Vom 27. - 28. September 2005 findet in Chabarowsk der erste Fernöstliche Internationale Wirtschaftskongress statt, auf dem Fragen der Demografie, der Einwanderung und der Arbeitskräfteressourcen, Aufgaben der wirtschaftlichen Integration der östlichen Regionen Russlands und die Zusammenarbeit mit den Ländern des asiatisch-pazifischen Raumes zur Diskussion stehen.

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