14:12 21 Januar 2017
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    Moskau rechnet mit Unvoreingenommenheit Litauens bei der Prüfung der russischen Anfrage über Yukos

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    MOSKAU, 04. Juli (RIA Nowosti). Moskau rechnet damit, dass die Anfrage des Justizministeriums Russlands an das Justizministerium Litauens über die Ölgesellschaft Yukos geprüft wird.

    "Wir rechnen damit, dass das Justizministerium Litauens die Anfrage prüfen und dabei ausschließlich von den Rechtsnormen ausgehen wird. Diese Frage ist rein juristisch", heißt es in einem Kommentar des Informations- und Presseamtes des Außenministeriums Russlands.

    Das Justizministerium Russlands hat am vergangenen Mittwoch die Justizministerien Litauens und der Niederlande ersucht, auf ihren Territorien die Aktiva der affilierten Strukturen der Ölgesellschaft Yukos zu ermitteln und die Registrierung jeglicher Geschäfte mit den Yukos gehörenden 53,7 Prozent der Aktien der litauischen Gesellschaft Mazeikiu nafta (MN) zu verbieten, um die Forderungen der Steuerorgane Russlands gegen Yukos zu tilgen.

    Der Präsident Litauens, Valdas Adamkus, qualifizierte die Bitte des Justizministeriums Russlands hinsichtlich Yukos als Einmischung in die Vertragsangelegenheiten des Landes.

    "Ich glaube, dass dies eine Einmischung in die Vertragsangelegenheiten eines anderen Staates ist", sagte Adamkus vor Journalisten.

    Dem russischen Außenministeriums zufolge "ruft der Umstand, dass ein Staatschef vor dem Parlament eine Erklärung zu einer Frage abgibt, deren Einzelheiten, wie Valdas Adamkus selbst zugab, ihm nicht bekannt sind und deren Wesen er nur aus Medienberichten kennt, Bedauern hervor".

    "Dabei geht es um eine routinemäßige Anfrage, die in Übereinstimmung mit der üblichen internationalen Praxis und im Einklang mit einem bilateralen Abkommen über rechtlichen Beistand an die litauischen Kollegen gerichtet wurde", so das Außenministerium Russlands.

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