09:03 18 Januar 2017
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    Afghanistan kann den Beobachterstatus in der SOZ bekommen

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    MOSKAU, 5. Juli (RIA Nowosti). Afghanistan könne den Status eines Beobachters in der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) erhalten. Das teilte Vitali Worobjow, der Sonderbotschafter des Außenministeriums der Russischen Föderation und Sondervertreter des Präsidenten Russlands für Angelegenheiten der SOZ, in einem am Dienstag veröffentlichten Interview für die Moskauer Zeitung "Wremja nowostej" mit.

    "Alles hängt von dem Land ab: Äußert es den Wunsch, so wird sein Antrag geprüft. Ebenso wie jede solide internationale Organisation hält sich die SOZ an die Regel, niemanden einzuladen oder zu zwingen", sagte er als Antwort auf die Frage, ob es opportun sei, Afghanistan den Status eines Beobachters in der SOZ zuzuerkennen.

    Der Sondervertreter des Präsidenten betonte, dass die SOZ dem Zusammenwirken offen stehe und immer neue Beobachter bekomme. Er erinnerte daran, dass "2004 die Mongolei diesen Status erhielt, und beim gegenwärtigen Gipfeltreffen in Astana werden ihn Indien, Pakistan und Iran bekommen".

    "Geographische Grenzen bestehen für eine solche Zusammenarbeit nicht: Es kommt nicht darauf an, wo ein Land liegt. Hauptsache, es ist bereit, die SOZ zu achten und an der Zusammenarbeit mit ihr interessiert", sagte Worobjow.

    Die Erhöhung der Anzahl der Beobachter werde, so der Diplomat, "sowohl der SOZ als auch den Beobachterländern nutzen, denn die Probleme der regionalen Sicherheit verflechten sich mit ihren Interessen".

    Worobjows Worten zufolge werde demnächst eine Kontaktgruppe SOZ - Afghanistan gebildet. "Offenbar findet sich darin Platz auch für die Beobachter. In Afghanistan muss der Kampf gegen den Radikalismus fortgesetzt und die wirtschaftliche Entwicklung dieses Landes gefördert werden, damit es den Anbau der uns alle bedrohenden Rohstoffe für Narkotika aufgeben kann", betonte er.

    In Bezug auf die volle SOZ-Mitgliedschaft meinte Worobjow, gegenwärtig sei das nicht möglich, "weil im Rahmen der Organisation die Prozedur der Aufnahme neuer Mitglieder noch nicht ausgearbeitet ist". Der Diplomat fügte dem hinzu: "Allerdings schließt das wichtigste statuarische Dokument - die Charta der SOZ - so etwas nicht aus."

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