20:41 25 September 2017
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    OVKS-Generalsekretär: Neue Ereignisse in Usbekistan könnten Situation in ganz Zentralasien destabilisieren

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    MOSKAU, 05. Juli (RIA Nowosti). Neue Ereignisse in Usbekistan, ähnlich den Unruhen vom 12. und 13. Mai in Andischan, könnten die Situation in ganz Zentralasien destabilisieren.

    Diese Auffassung vertrat der Generalsekretär der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS), Nikolai Bordjuscha, am Dienstag vor Journalisten.

    Der Generalsekretär bemerkte ferner, dass in Usbekistan Angehörige verschiedener Nationen und Konfessionen leben. "Wenn sich der nationale Faktor einschaltet, wird es schwierig sein, die Fragen zur Gewährleistung der Sicherheit zu lösen", bemerkte Bordjuscha.

    Er äußerte ferner die Meinung, dass es in Kasachstan zu keinen solchen Ereignissen kommen könne. "In jedem Staat, auch in Kasachstan, gibt es eine Opposition. Aber ich glaube nicht, dass dies zu derartigen Ereignissen führen könnte", bemerkte der OVKS-Generalsekretär.

    "Eine Destabilisierung in Kirgisien wäre unmöglich. Dort besteht eine Allianz der beiden Führungspersönlichkeiten (Bakijew und Kulow, die sich im Tandem auf die Präsidentenwahlen am 10. Juli vorbereiten), sie werden die Wahlen durchführen und Stabilität herstellen", sagte Bordjuscha.

    Der Generalsekretär hält es nicht für nötig, einen russischen Stützpunkt in Osch, der zweitgrößten Stadt Kirgisiens, an der Grenze zu der Problemregion Usbekistans - dem Ferganatal - einzurichten, wo es am 12. und 13. Mai zu einer bewaffneten Revolte kam, die von radikal gesinnten Islamisten inspiriert worden war und nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Usbekistans 176 Tote forderte.

    "Ich erachte es nicht als notwendig, (in Osch) einen Stützpunkt einzurichten, und ich bin der Ansicht, dass dies für Russland schädlich wäre", meinte Bordjuscha.

    Ihm zufolge hat sich die OVKS nicht in die Ereignisse in Kirgisien eingemischt. Und es gebe keine solche Aufgabe, sagte Bordjuscha.

    Er bemerkte ferner, dass Russland bereits einen Stützpunkt in Kirgisien (in Kant, 30 Kilometer östlich von Bischkek) und einen Stützpunkt im benachbarten Tadschikistan (im Rahmen der in einem Vorort von Duschanbe stationierten 201. mot. Schützendivision) hat. Es wirkten kollektive schnelle Einsatzkräfte der OVKS, sagte Bordjuscha. "Das genügt durchaus", fügte er hinzu.

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