20:11 24 Januar 2017
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    Jeder zweite Bürger Russlands vermutet die meisten Nachahmungen unter den einheimischen alkoholischen Getränken

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    MOSKAU, 05. Juli (RIA Nowosti). Jeder zweite Bürger Russlands ist der Meinung, dass in diesem Land am häufigsten alkoholische Getränke nachgeahmt werden. Das hat eine Umfrage ergeben, die von der Forschungsholding "ROMIR Monitoring" durchgeführt wurde.

    Nach Schätzung der Soziologen sind im föderalen Bezirk Süd häufiger als in den anderen Regionen nachgeahmte alkoholische Erzeugnisse anzutreffen. 59 Prozent der Befragten nannten Alkohol unter den Waren, die in ihrer Region oft illegal nachgeahmt werden.

    Dabei wirkt die Situation im föderalen Bezirk Ural optimistischer - nur jeder dritte der Teilnehmer an der Umfrage (34 Prozent) erwähnte nachgeahmten Alkohol.

    Insgesamt mehr als die Hälfte der Befragten im mittleren Alter (53 Prozent) nannte Alkohol unter den Warenarten, die besonders oft nachgeahmt werden.

    Die Rentner sind viel mehr an der Authentizität der Arzneimittel interessiert - 46 Prozent der Befragten dieser Altersgruppe sagten, in Russland würden immer öfter Arzneimittel nachgeahmt. Insgesamt 30 Prozent der Befragten sprachen von der Nachahmung von Medikamenten.

    Jeder vierte der Befragten (23 Prozent) ist der Ansicht, dass in Russland Tabakerzeugnisse recht oft nachgeahmt werden.

    Die Befragten zwischen 18 und 45 Jahren bezweifelten öfter als im Umfragedurchschnitt die Echtheit der zum Verkauf kommenden Zigaretten (25 bis 30 Prozent).

    Jeder fünfte Einwohner des Landes (19 Prozent) ist der Meinung, dass Audio- und Videoerzeugnisse zu den Warenarten gehören, die besonders oft gefälscht werden. Diese Antwort gaben vor allem Jugendliche (31 Prozent).

    Bemerkenswert ist, dass Männer im Durchschnitt öfter als Frauen von nachgeahmtem Alkohol, Tabak, Audio- und Videoerzeugnissen sprechen, während Frauen bei den Medikamenten öfter Fälschungen erkennen.

    Laut den Ergebnissen der Umfrage ist jeder fünfte Einwohner des Landes überzeugt, dass in Russland illegal nachgeahmter Tee und Kaffee zum Verkauf angeboten wird. Nach Meinung von 16 Prozent werden in Russland Kleidung und Schuhe nachgeahmt. Zwölf Prozent sprechen von nachgeahmtem Mineralwasser, weitere zwölf Prozent von nachgeahmten Würsten und Konserven und elf Prozent von nachgeahmten Kosmetika und Parfümerie.

    Knapp zehn Prozent der Respondenten glauben, dass in ihrer Region mit illegal nachgeahmter Audio- und Videotechnik, Milcherzeugnissen, Erfrischungsgetränken und Säften, Haushaltsgeräten, Haushaltschemikalien und Software gehandelt wird.

    Wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen, sprechen die Einwohner der Millionenstädte öfter von nachgeahmten Audio- und Videoerzeugnissen und von illegal nachgeahmten Zigaretten. Die Einwohner kleinerer und mittelgroßer Städte bezweifeln öfter die Echtheit von Medikamenten, Tabak, Kaffee und Tee sowie von Kleidung und Schuhen, die zum Verkauf angeboten werden.

    An der Umfrage waren 1 600 Bürger ab 18 Jahren in mehr als 100 Städten und Ortschaften Russlands beteiligt. Bei der Untersuchung wurde die Erwachsenenbevölkerung Russlands repräsentiert. Der statistische Fehler liegt nicht über drei Prozent.

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