21:13 22 Januar 2017
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    Duma-Abgeordneter: SOZ darf nicht als antiwestliche Koalition betrachtet werden

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    MOSKAU, 06. Juli (RIA Nowosti). Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) darf nicht als irgendeine antiwestliche Koalition betrachtet werden. Das betonte der Vorsitzende des Dumaausschusses für Angelegenheiten der GUS und Verbindungen mit den Landsleuten im Ausland, Andrej Kokoschin, am Mittwoch in einem Interview für die RIA Nowosti. Er äußerte sich zu den Ergebnissen des SOZ-Gipfels in Astana (Kasachstan).

    "Die SOZ-Länder werden zweifellos mit den USA und den EU-Ländern in Fragen der Sicherheit und der ökonomischen Entwicklung zusammenarbeiten, und zwar dort, wo es den gegenseitigen Interessen und den Interessen der Völkergemeinschaft insgesamt entspricht", sagte Kokoschin.

    Hierbei "nehmen die Möglichkeiten der SOZ-Länder bei der Lösung von Problemen der internationalen Sicherheit merklich zu", meinte der Abgeordnete.

    In Übereinstimmung mit der Erklärung der Staatschefs der SOZ-Länder vom 5. Juli werden sich die internationalen Kontakte der SOZ auf "durchdachter und zielgerichteter Grundlage" entwickeln.

    "In dieser Hinsicht ist es wichtig, die in Astana angenommene Konzeption der Zusammenarbeit der SOZ-Mitgliedsstaaten zur Bekämpfung des Terrorismus, des Separatismus und des Extremismus bei Operationen zu nutzen", sagte der Ausschussvorsitzende.

    Nach Meinung des Abgeordneten haben der SOZ-Gipfel und die Vorbereitung dieses Treffens deutlich gezeigt, dass die Mitgliedsländer der Organisation gemeinsame große Interessen hinsichtlich der Sicherheit und der ökonomischen Entwicklung haben.

    "Dass Indien, Pakistan und Iran der SOZ als Beobachter beigetreten sind, spricht einleuchtend dafür, dass die SOZ zu einem wichtigen Anziehungspunkt im neuen System der Weltpolitik geworden ist", bemerkte der Abgeordnete.

    Kokoschin erinnerte daran, dass der Entscheidung über die Gewährung des Beobachterstatus in der SOZ an diese Staaten "unter anderem eine wesentliche Verbesserung der Beziehungen zwischen Indien und Pakistan vorangegangen war, die nicht ohne Einfluss der Diplomatie von China und Russland erzielt wurde".

    Der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit gehören Kasachstan, China, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan an.