11:06 22 Januar 2017
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    Experte: Die russisch-deutschen Beziehungen bleiben bei einem Regierungswechsel in der BRD unberührt

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    MOSKAU, 06. Juli (RIA Nowosti). Die russisch-deutschen Beziehungen erleben bei einem Regierungswechsel in der BRD keine wesentlichen Veränderungen, sagte Dr. Igor Maximytschew vom Moskauer Europa-Institut auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti.

    "Wesentliche Veränderungen in den Beziehungen zwischen Russland und Deutschland wird es nicht geben, selbst wenn die CDU-Vorsitzende, Angela Merkel, nach den Wahlen im September an der Spitze der Regierung stehen sollte", sagte er.

    Dass Merkel öffentlich russophobe Auffassungen äußert, muss nach Meinung des Experten "durch das Prisma des Wahlkampfes gesehen werden".

    In jedem Fall "hängt die Stabilität in Europa ganz weitgehend davon ab, wie sich die Beziehungen zwischen Russland und der BRD gestalten, und Deutschland ist objektiv an einer Stabilität interessiert", stellte er fest.

    "Die objektiven Interessen Russlands und Deutschlands stimmen überein, was auch Angela Merkel, eine Anhängerin des nordamerikanischen Kurses, berücksichtigen muss".

    Er meint, dass "nach einer eventuellen Frostperiode in der Anfangszeit zwischen beiden Staaten relativ rasch normale Beziehungen Fuß fassen. Die russisch-deutsche geostrategische Partnerschaft bleibt in jedem Fall bestehen".

    Ferner stellte Maximytschew fest, dass "die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern auf dem bisherigen hohen Niveau erhalten bleiben".

    "Wie auch immer, die russisch-deutschen Beziehungen sind für Europa insgesamt viel zu wichtig, als dass man sie einer ‚Kavallerieattacke' aussetzen könnte", schloss der Deutschland-Experte ab.

    Am Freitag, dem 1. Juli, hatte der deutsche Bundestag mit Stimmenmehrheit dem Regierungschef das Misstrauen ausgesprochen. Der Kanzler selbst hatte die Vertrauensfrage initiiert, um den Weg für außerordentliche Parlamentswahlen freizumachen. Sie sollen am 18. September stattfinden.

    Die Notwendigkeit der vorgezogenen Wahlen resultiert daraus, dass die regierenden Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen in dem industriell stark entwickelten Land Nordrhein-Westfahlen eine vernichtende Niederlage einstecken mussten.

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