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    Russische Abgeordnete sind wegen der Härte gegenüber den Meetings der Opposition in Georgien beunruhigt

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    MOSKAU, 06. Juli (RIA Nowosti). Viele Abgeordnete der russischen Staatsduma bringen ihre ernsthafte Besorgnis im Zusammenhang mit der Härte, mit der die Behörden Georgiens gegenüber den friedlichen Meetings der führenden Oppositionsparteien in Tiflis vorgegangen sind, zum Ausdruck. Das erklärte der Vorsitzende des Ausschusses für Angelegenheiten der GUS-Staaten und der Landsleute im Ausland, Andrej Kokoschin, am Mittwoch.

    Kokoschin führte aus, "bei der Schärfe der ungelösten sozialen und wirtschaftlichen Probleme in Georgien, die wachsende politische Spannungen bewirken, läutet die Alarmglocke".

    "Die Instabilität in Georgien kann sich auf die Lage in der Region insgesamt auswirken", meint er.

    Am Abend des 30. Juni wurden nach Angaben von Bürgerrechtlern auf der Hauptstraße von Tiflis, dem Rustaweli-Prospekt, ungefähr 80 Personen inhaftiert. Sie hatten den Straßenverkehr blockiert und unerlaubte Meetings veranstaltet. Zur Auflösung der Protestaktion wurden Sondereinsatzkräfte des Innenministeriums, zwar ohne Schusswaffen, aber mit Gummiknüppeln und Elektroschocks ausgerüstet, herangezogen.

    Die Tumulte waren durch den Spruch des Obersten Gerichts Georgiens über eine dreimonatige Untersuchungshaft der Gewinner von internationalen Medaillen im Freistilringen und Judo, Alexej Dawitaschwili und Georgi Rewasischwili, ausgelöst worden. Sie werden der Erpressung eines griechischen Geschäftsmannes verdächtigt.

    Nachdem die Bilder von der Auflösung der Protestaktionen von allen georgischen Fernsehanstalten gezeigt worden waren, versammelte sich auf dem Rustaweli-Prospekt die Opposition. Gekommen waren die Anhänger der Labour Partei Georgiens, der Neuen Rechten und der Nationaldemokratischen Partei, die ihrer Entrüstung Luft machten und zu Aktionen gegen die Machthaber aufriefen. Zwischen Polizisten und Protestierenden kam es zu Zusammenstößen, bei denen mehrere Personen auf beiden Seiten verletzt wurden.

    Die Übertragung von den Zwischenfällen durch einige Fernsehsender dauerte bis in die tiefe Nacht an. Praktisch alle Oppositionsführer gaben Erklärungen ab, in denen sie die Behörden kritisierten.

    Gegen 3.00 Uhr morgens des folgenden Tages wurden der Verkehr über den Prospekt wieder normalisiert und die Sondereinsatzkräfte aus dem Stadtzentrum abgezogen.

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