05:14 21 Januar 2017
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    Kirgisien prüft Auslieferungsantrag zu 29 Usbeken gründlich

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    BISCHKEK, 6. Juli (RIA Nowosti). Kirgisien wird bei der Entscheidung über die Auslieferung der usbekischen Flüchtlinge die Meinung aller Seiten berücksichtigen, erklärte Kirgisiens Außenministerin Rosa Otunbajewa am Mittwoch in Bischkek.

    Sie betonte, Kirgisien habe zwar die internationale Flüchtlingskonvention unterzeichnet, aber es habe auch "bestimmte Verpflichtungen gegenüber der GUS und Usbekistan im Rahmen bilateraler Vereinbarungen".

    "Wir überprüfen jetzt jede Person. Unser Ausländeramt berücksichtigt die Arbeit der Generalstaatsanwaltschaft, die alle von Usbekistan vorgelegten Unterlagen bereits studiert hat", teilte Otunbajewa mit.

    Zugleich merkte sie an, dass es einige Zeit dauern werde, bevor eine Entscheidung gefallen ist, weil das Ausländeramt mindestens einen halben Tag für das Gespräch mit jedem Asylbewerber brauche.

    "Das ist eine sehr mühevolle Arbeit und ähnelt einem Ermittlungsverfahren. Erst nachdem sie abgeschlossen ist, wird eine Entscheidung getroffen", sagte die kirgisische Außenministerin.

    "Wir tun alles in unserer Kraft Stehende, um diese Situation würdig, mittels Dialogs mit Usbekistan und dem Westen zu bewältigen", sagte Otunbajewa.

    Wie sie weiter mitteilte, sei die Lage "rund um das Gefängnis in Osch unruhig". Es gebe Kräfte, die den Versuch unternehmen könnten, die usbekischen Häftlinge aus der Untersuchungshaft zu befreien.

    Im Untersuchungsgefängnis Osch befinden sich momentan 29 usbekische Staatsbürger, die nach den Massenunruhen im usbekischen Andischan illegal die kirgisische Grenze überquert haben. Nach Angaben der usbekischen Behörden handelt es sich um Drahtzieher und Teilnehmer der Unruhen.