Radio
    Politik

    Experte: USA werden nur auf Forderung von Usbekistan und Kirgisien von dort abziehen

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 7 0 0
    MOSKAU, 06. Juli (RIA Nowosti). Die USA können ihre Militärstützpunkte aus Usbekistan und Kirgisien abziehen, aber dafür ist es notwendig, dass die Chefs dieser Republiken, nicht aber die Mitgliedsländer der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), Washington darum ersuchen.

    "Die Tatsache, dass die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit an die Amerikaner die Forderung gestellt hat, den Abzugstermin ihrer Truppen aus Usbekistan und Kirgisien zu nennen, zeugt zweifellos von einer Kollision der Interessen der SOZ und der Vereinigten Staaten", sagte Konstantin Satulin, Leiter des Staatsdumaausschusses für Angelegenheiten der GUS.

    Ihm zufolge zeuge diese Forderung davon, dass die SOZ, "vor allem aber Russland und China von der amerikanischen Präsenz in dieser überaus wichtigen Region im Zentrum Eurasiens nicht besonders begeistert sind". Satulin ist überzeugt, dass diese Situation auch für die Amerikaner nicht sonderlich komfortabel ist.

    Wenn die Länder, in denen amerikanische Truppen stehen, selbst den Abzug fordern, dann haben die Amerikaner eigentlich keine Gründe, dort zu bleiben, sagte Satulin.

    "Die Vereinigten Staaten werden aber darauf bestehen, dass ihre Präsenz in dieser Region für den Kampf gegen den Terrorismus und Drogenverkehr notwendig sei", meinte der Experte.

    "Aber nach dem, was in Kirgisien und Usbekistan geschehen ist, zu urteilen, haben diese Militärstützpunkte an und für sich die Stabilität dieser Staaten nicht positiv beeinflusst. Meines Erachtens hat ihre Präsenz dort auch nicht zu einem Rückgang des Drogenverkehrs und nicht zur Verringerung der Zahl der terroristischen Organisationen in dieser Region geführt", äußerte der Experte.

    "Mehr noch, das Liebäugeln der Amerikaner mit solchen Organisationen wie die "Brüder Moslems" erinnert an den Weg, den die USA in den Zeiten des Kalten Krieges gegangen sind und dabei die radikale Bewegung Taliban geschaffen haben. Das ist eine zweischneidige Waffe, die den Besitzer selbst verletzen kann", meinte Satulin.

    Er vertritt den Standpunkt, dass die Möglichkeit des Abzugs der amerikanischen Stützpunkte wahrscheinlich ist, aber nur, wenn nicht die SOZ-Mitgliedsländer, sondern Usbekistan und Kirgisien selbst den Abzug dieser Stützpunkte fordern. "Präsident Karimow hat die Flüge der amerikanischen Maschinen im Luftraum Usbekistans beschränkt und die Amerikaner mussten das hinnehmen", so Satulin.

    In der Abschlussdeklaration, die von den Spitzenvertretern der SOZ in Astana am 5. Juli angenommen wurde, heißt es: "Unter Berücksichtigung des Abschlusses der aktiven militärischen Phase der Antiterroroperation in Afghanistan halten es die Mitgliedsstaaten der SOZ für notwendig, dass die entsprechenden Teilnehmer der Antiterrorkoalition sich zu den Endterminen der vorübergehenden Nutzung der erwähnten Objekte der Infrastruktur und des Aufenthalts militärischer Kontingente auf dem Territorium der SOZ-Migliedsländer festlegen."

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren