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    Kirgisiens Staatsanwaltschaft will Ex-Präsident Akajew Immunität aberkennen

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    BISCHKEK, 7. Juli (RIA Nowosti). Kirgisiens Generalstaatsanwaltschaft will beim Landesparlament eine Aberkennung der Immunität des früheren Präsidenten Askar Akajew beantragen. Das teilte der Generalstaatsanwalt Kirgisiens, Asimbek Beknasarow, mit. "Trotz der unbegründeten Behauptungen von Ex-Präsident Akajew, er habe keine halbe Million Dollar von ranghohen Beamten der Nationalbank erhalten, verfügt die Ermittlung über konkrete und objektive Angaben, die diese Tatsache bestätigen", betonte er.

    In Abwesenheit wurde der ehemalige kirgisische Premier Nikolai Tanajew des Amtsmissbrauchs angeklagt, fügte Beknasarow hinzu.

    Außerdem wird Askar Akajews Sohn Aidar der Erpressung und Geldwäsche beschuldigt.

    Akajews Schwiegersohn Adil Tagenbajew werden "Betrug, Steuerhinterziehung und Entwendung fremden Eigentums in besonders großem Umfang" zur Last gelegt.

    "Uns wird vorgeworfen, wir würden diese Personen aus politischen Gründen verfolgen", sagte der Generalstaatsanwalt. "Wie Sie sehen, gibt es hier keine Politik, sondern nur banale Kriminalität."

    Der Antrag auf die Aberkennung der Immunität könnte Anfang Herbst beim Parlament eingereicht werden.

    Nach einer samtenen Revolution in Kirgisien hatte Präsident Akajew im April 2005 zurücktreten müssen.

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