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    "Gaseta": Russland entsendet nächsten Weltraumtouristen ins All

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    MOSKAU, 7. Juli (RIA Nowosti). Die russische Weltraumbehörde Roskosmos wird in diesem Jahr 20 Millionen US-Dollar am Weltraumtourismus verdienen. Wie am Vortag bekannt wurde, schloss der 59-jährige amerikanische Millionär Gregory Olsen einen Vertrag über den Flug zur Internationalen Weltraumstation ISS ab, berichtet die Tageszeitung "Gaseta" am Donnerstag.

    Nach Dennis Tito (USA) und Mark Shuttleworth (Südafrika), die 2001 bzw. 2002 die ISS besucht haben, wird er der dritte Weltraumtourist sein.

    "Der Vertrag zwischen der Behörde und der Gesellschaft Space Adventures, die Tito und Shuttleworth ins All geschickt haben, wurde dieser Tage geschlossen", teilte der Roskosmos-Pressesekretär Wjatscheslaw Dawidenko mit. Der Flug ist für Oktober 2005 geplant.

    Der Flug Olsens, der Präsident und Chef des Direktorenrats der Gesellschaft Sensors Unlimited Inc. ist, hätte noch im Oktober 2004 stattfinden sollen. Obgleich der Vertrag im vergangenen Jahr noch nicht unterzeichnet wurde, nahm Olsen schon seine Trainings im Sternstädtchen bei Moskau auf.

    Bereits die ersten Zentrifuge-Trainings zeigten allerdings Gesundheitsprobleme bei Olsen, und er wurde angesichts der Einwände der Mediziner vom Flugprogramm gestrichen.

    Der Misserfolg nahm aber dem Amerikaner nicht den Wunsch, sich die Erde mal durch das Bullauge anzuschauen. Wie Roskosmos mitteilte, habe "Olsen in der Zwischenzeit eine Reihe medizinischer Empfehlungen erfolgreich realisiert". Eine internationale Medizinergruppe attestierte ihn am 30. Mai als flugtauglich, schreibt die Zeitung.

    Damit aber Olsens Träume endgültig in Erfüllung gehen, wird Roskosmos diesen Kandidaten mit Partnern im ISS-Projekt abstimmen müssen. Vorerst besteht die offiziell gebilligte "Sojus TMA-7"-Besatzung nur aus Valeri Tokarew und William McArthur. Olsen selbst ist aber voller Optimismus: "Ich bin zwar 59, fühle mich aber wie 30. Ich denke, die Menschen sollten begreifen, dass man mit 59 nicht an die Rente, sondern an ein neues Leben denken muss." Sollte sich der Gesundheitszustand des Amerikaners ändern, dann ersetzt ihn laut Vertrag der Chef der Moskauer Space-Adventures-Vertretung, Sergej Kostenko. Gegenwärtig absolviert er wie Olsen einen Trainingskurs.

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