07:38 24 Oktober 2017
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    "Nowyje Iswestija": USA-Militärpräsenz in Zentralasien bestimmt das Zusammenwirken zwischen Russland und China

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    MOSKAU, 7. Juli (RIA Nowosti) Die Aussichten für die Präsenz der amerikanischen Militärstützpunkte in Zentralasien werden in vieler Hinsicht vom Zusammenwirken zwischen Moskau und Peking abhängen. Wenn sich die Positionen Russlands und der VR China angleichen, dann ist ein Abzug der Amerikaner aus Usbekistan und Kirgisien bereits in allernächster Perspektive real, schreibt die "Nowyje Iswestija" am Donnerstag.

    Die Änderung der geopolitischen Situation in Zentralasien ist außerdem durch eine Umwandlung der Schanghaier Kooperationsorganisation (SCO - China, Russland, Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan und Tadschikistan) in eine einflussreiche Institution bedingt, die fähig wäre, die Situation in der Region selbständig zu kontrollieren. Von einer solchen Konstellation würde Russland profitieren, das den Nachbarländern Unterstützung bei der Verhinderung "samtener Revolutionen" erweisen würde.

    Gerade auf dieser Grundlage schlossen sich Usbekistan, Kasachstan, Weißrussland und Tadschikistan um die Russische Föderation zusammen.

    Auf Usbekistans Bitte wurde die Frage einer Präsenz der Militärstützpunkte der antiterroristischen Koalition in Zentralasien in die am Dienstag beschlossene SCO-Erklärung aufgenommen. Da die aktive Phase der Afghanistan-Kampagne vorbei ist, sollten die Koalitionsteilnehmer einen Abzug der Militärkontingente vom Territorium der mit Afghanistan benachbarten Länder erwägen, hieß es.

    Der offizielle Sprecher des USA-Außenamtes, Sean McCormack, verwies in seiner Stellungnahme zum Aufruf der SCO-Chefs, einen Zeitplan für den Abzug der USA-Stützpunkte aus Usbekistan und Kirgisien bekanntzugeben, am Mittwoch darauf, dass beide Länder von der USA-Präsenz profitieren.

    Auf einer Pressekonferenz in Alma-Ata erklärte der USA-Botschafter in Kasachstan, John Ordway, die Notwendigkeit der Beibehaltung der Militärstützpunkte in Zentralasien werde durch die Instabilität in Afghanistan bedingt. Die USA-Stützpunkte befinden sich dort ausschließlich zur Unterstützung der Militäroperationen in Afghanistan, betonte der Diplomat.

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