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    Verteidigungsminister: Todesfälle in der Armee wegen Schikanen gegen Rekruten

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    ROSTOW AM DON, 7. Juli (RIA Nowosti). Der russische Verteidigungsminister, Sergej Iwanow, teilte mit, dass es im Jahre 2005 im nordkaukasischen Militärbezirk wegen Soldatenschikanen zu Todesfällen in der Armee gekommen ist.

    "Leider, es gibt Todesfälle, und zwar infolge von dienstwidrigem Verhalten. Jedem einzelnen Fall gehen wir gesondert nach und ziehen die Vorgesetzten zur Verantwortung, die es dazu haben kommen lassen", sagte der Minister gegenüber Journalisten.

    Insgesamt, sagte der Minister, wächst die Anzahl der Todesfälle weniger schnell. "Das ist keine Rechtfertigung", unterstrich er, denn prozentual sind die Todesfälle im Militärbezirk noch immer auf einem sehr hohen Niveau.

    Sergej Iwanow nannte nicht genaue Zahlen, räumte jedoch ein, dass auch wegen des leichtfertigen Umgangs mit Waffen und bei der Pflichterfüllung Menschenopfer zu beklagen sind.

    Schon zuvor hatte der Oberste Militärstaatsanwalt, Alexander Sawenkow, davon gesprochen, dass die erfassten Verbrechen in der Armee zunehmen. Sie sind auf Verstöße gegen die Dienstvorschriften zurückzuführen. Ihm zufolge wuchs die Anzahl im Jahre 2004 gegenüber dem vorangegangenen Jahr um 25 Prozent.

    "Ein Wachstum ist in den letzten beiden Jahren zu beobachten. Während früher in der Gesamtstruktur der Verbrechen in den russischen Streitkräften 11 - 14 Prozent Fälle von dienstwidrigem Verhalten waren, so sind es jetzt 30 Prozent", legte Sawenkow dar.

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