17:01 17 Oktober 2017
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    Vulkan Schiwelutsch auf Kamtschatka wieder aktiv

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    PETROPAWLOWSK-KAMTSCHATSKI, 07. Juli (RIA Nowosti). Auf Kamtschatka ist jetzt eine verstärkte Aktivität des Schiwelutsch, des nördlichsten der 28 Vulkane dieser fernöstlichen Halbinsel, zu beobachten.

    Wie der wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Vulkanologie und Seismologie der Fernöstlichen Zweigstelle der Russischen Akademie der Wissenschaften Alexej Oserow mitteilte, wirft der Vulkan nach einer etwa dreimonatigen schleppenden Eruption, die durch schwache Ausstöße von Dampf und Asche aus dem Krater gekennzeichnet war, seit Mittwoch wieder starke Aschesäulen aus, die eine Höhe von zwei bis fünf Kilometer erreichen.

    Vom Abhang des 3 283 Meter hohen Giganten gehen pyroklastische Ströme (Lawinen aus Gas, Asche und Magmastücken mit einer Temperatur von etwas 800 Grad Celsius) nieder. Laut dem Wissenschaftler sind die Ascheschleier bis zu 100 Kilometer lang.

    Zurzeit können keine seismischen Beobachtungen des Vulkans durchgeführt werden, denn beim Ausbruch im Februar dieses Jahres ist vom Schiwelutsch ein mehr als 20 Kilometer langer Lavastrom niedergegangen, der die seismische Station und das dazugehörige Gebäude vernichtete.

    Infolge des letzten Ausbruchs am 27. Februar wurde der westliche Teil der Vulkankuppel völlig zerstört. Die Vulkanhöhe verringerte sich um mehr als 200 Meter. Dabei breiteten sich Aschewolken über mehr als 700 Kilometer westlich des Vulkans aus. Sie bildeten einen bis zu 150 Kilometer breiten Streifen, der die Halbinsel und die angrenzenden Gebiete des Ochotskischen Meeres bedeckte. Im März sank die Aktivität des Vulkans spürbar. Die Forscher schließen jedoch eine Wiederholung der Ereignisse von Anfang 2005 nicht aus.

    Für die Ortschaften der Halbinsel stellt der Schiwelutsch jetzt keine Gefahr dar. Allerdings werden die Schiff- und die Luftfahrt durch Ascheauswürfe und -schleier behindert.

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