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    Askar Akajew war über versuchten Staatsstreich in Kirgisien informiert

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    MOSKAU, 07. Juli (RIA Nowosti). Am 17. Juni wurde in Kirgisien der Versuch eines Staatsstreichs unternommen, erklärte der Sekretär des Sicherheitsrats Kirgisiens, Miroslaw Nijasow, gegenüber RIA Nowosti telefonisch.

    "Es wurde eine Sonderkommission zur Untersuchung der Ereignisse am 17. Juni einberufen, und wir haben das Volk aufgefordert, uns Informationen verschiedenster Art zukommen zu lassen. Es gingen sehr viele Hinweise ein. Sie lassen den Schluss zu, dass an diesem Tag der Versuch eines Staatsstreichs erfolgte", sagte er.

    "Die Lage", so der Sekretär des Sicherheitsrats, "war an diesem Tag sehr viel gefährlicher, als es uns damals erschien. Wir haben keine Zweifel mehr, dass ein Putsch versucht wurde. Vermutlich erwarteten die Initiatoren nicht, dass die Miliz so energisch ihren Pflichten nachkommt. Außerdem hatten die Drahtzieher der Unruhen die Dinge nur sehr oberflächlich vorbereitet", sagte Nijasow.

    "Askar Akajew führte in jener Zeit aktiv Verhandlungen mit den Oppositionsführern. Er wusste, dass Massentumulte vorbereitet werden. Angeblich sagte er zu, dass sein Schwiegersohn für die Kosten aufkommt", führte er weiter aus.

    Askar Akajew hatte unterdessen erklärt, dass er mit den Ereignissen nichts zu tun habe. Er bezeichnete Versuche, ihn für die Zwischenfälle in Bischkek verantwortlich zu machen, als "miserable politische Farce mit einer verhängnisvollen Nuance".

    Nijasow unterstrich, dass der Sicherheitsrat "über Informationen aus verschiedenen Quellen verfügt, die daran keinen Zweifel lassen und die nun dokumentarisch zusammen gefasst werden". Ihm zufolge wurden die hinreichend überzeugenden Beweise an den Nationalen Sicherheitsdienst übergeben.

    "Im Rahmen eines Strafverfahrens laufen die Ermittlungen. Vor ihrem Abschluss können wir uns politisch äußern, doch halten wir uns an das Gesetz", sagte er. "Nach Abschluss des Untersuchungsverfahrens wird das Gericht sämtliche verfügbaren Informationen der Öffentlichkeit zugänglich machen", unterstrich der Sekretär des Sicherheitsrats.

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