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    Kulow: Wahl-Tandem Bakijew - Kulow kann auch nach den Wahlen erhalten bleiben

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    BISCHKEK, 07. Juli (RIA Nowosti). Felix Kulow, Leiter der Partei Ar-Namys (Würde), erklärt die Möglichkeit der Beibehaltung der Koalition Bakijew - Kulow auch nach den für den nächsten Sonntag, den 10. Juli, anberaumten Präsidentenwahlen.

    "Es wäre falsch, wenn wir nach den Wahlen miteinander in Konflikt geraten würden", sagte er am Donnerstag im Gespräch mit Journalisten.

    Kulow erinnerte daran, dass die Koalition dazu diene, keine Spaltung des Volkes zuzulassen und die Stabilität im Lande zu gewährleisten.

    Er sagte: "Es gibt keine zwei gleichen Menschen, wir vertreten verschiedene Ansichten." "Ganz bestimmt werden Konflikte entstehen. Wie aber die Psychologen sagen, sind Konflikte Wege zur Klärung von Widersprüchen. Worauf es ankommt, ist, dass wir nicht kleinlich sein dürfen und dass die Meinungsverschiedenheiten die Entstehung richtiger Ideen und Entscheidungen fördern", sagte Kulow.

    Felix Kulow meint, dass der Kurs von Bischkek auf die Zusammenarbeit Kirgisiens mit Russland nach den Präsidentenwahlen keine wesentlichen Änderungen erfahren werde. Das Parlament von Kirgisien könne auf Vergünstigungen für russische Unternehmer eingehen, wenn sich das als für die kirgisische Wirtschaft vorteilhaft erweisen sollte.

    "Es wird keine besonderen Präferenzen (für russische Unternehmer) geben, weil ja die Gesetze gelten. Jeder konkrete Fall wird aber im Parlament behandelt werden. Wenn es sich für uns als vorteilhaft erweist, so wird das Parlament auf Vergünstigungen eingehen", sagte Kulow.

    Seinen Worten nach führe das russische Kapital bereits mit seinen Kollegen in Kirgisien Verhandlungen über die Zusammenarbeit im Energiebereich und über die Abtretung eines Teils der Aktien an das russische Unternehmertum. "Für uns ist es wichtig, dass russisches Kapital am Aufstieg der kirgisischen Wirtschaft teilnimmt", vermerkte er.

    Aus Kulows Sicht fördern die USA die Entwicklung der Demokratie in Kirgisien, mischen sich aber nicht in innere Angelegenheiten des Landes ein.

    Wie er sagte, sei der einzige Wunsch der USA die Durchführung ehrlicher Wahlen. "Wir sprechen nicht einfach davon, dass das möglich ist. Wir verknüpfen damit weitreichende Pläne. Wenn die Wahlen ehrlich durchgeführt werden, so wird das bedeuten, dass sich bei uns eine tatsächlich demokratische Revolution vollzogen hat", sagte Kulow.

    Das am 12. Mai 2005 zwischen den Hauptkandidaten für den Posten des Präsidenten Kirgisiens Kurmanbek Bakijew und Felix Kulow unterzeichnete Übereinkommen sichert ihnen praktisch den Sieg bei den Wahlen des Staatschefs. Der frühere Widerstreit Kulows, der die Interessen des "Nordens", und Bakijews, der die Interessen des "Südens" der Republik vertritt, könnte nicht nur zu einem Bürgerkrieg, sondern auch zum Sieg eines "dritten Kandidaten" führen.