07:45 24 Oktober 2017
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    Russland über Fruchtlosigkeit der Bemühungen um kernwaffenfreie Zone in Nahost besorgt

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    GENF, 07. Juli (RIA Nowosti). Russland unterstützt die Bemühungen um die Schaffung neuer kernwaffenfreien Zonen und ist darüber besorgt, dass dieser Prozess im Nahen Osten auf der Stelle tritt. Das erklärte Leonid Skotnikow, ständiger Vertreter Russlands beim Genfer UNO-Hauptquartier, in einer Plenarsitzung der Abrüstungskonferenz.

    "Besorgnis erregt die Tatsache, dass die Bemühungen um die Schaffung einer kernwaffenfreien Zone im Nahen Osten ergebnislos geblieben sind, besonders wenn die alles andere als einfache militärpolitische Situation in dieser Region in Betracht gezogen wird", sagte der russische Diplomat.

    Ihm zufolge sei die Frage einer kernwaffenfreien Zone auch für Südasien (wo sich zwei Kernwaffenmächte - Indien und Pakistan - befinden) ebenfalls aktuell, weil deren Schaffung es ermöglichen würde, die regionale Sicherheit und Stabilität zu festigen.

    Dabei begrüßt Russland den Entwurf des Vertrages über die kernwaffenfreie Zone, der mit den Staaten Zentralasiens abgestimmt wurde.

    Außerdem sei Russland zu einer Regelung der Probleme zum Vertrag über die kernwaffenfreie Zone in Südostasien im Rahmen des Dialogs zwischen den Kernwaffenmächten und den Ländern der ASEAN bereit.

    Skotnikow erklärte auch, dass Russland die Idee der Einsetzung eines Sonderausschusses für Fragen der Sicherheitsgarantien für die Staaten, die keine Kernwaffen besitzen, im Rahmen der Abrüstungskonferenz unterstütze.

    "Russland wäre bereit, auf die Ausarbeitung eines Abkommens über negative Sicherheitsgarantien hinzusteuern, selbstverständlich vorausgesetzt, dass es unsere Militärdoktrin und das Konzept der nationalen Sicherheit berücksichtigt", sagte er.

    Wie Skotnikow betonte, sei die Frage der Sicherheitsgarantien im Kontext des Vertrages über die Nichtweitergabe von Kernwaffen von besonderer Bedeutung.

    "Russland stellt sich unverändert hinter das Streben der Teilnehmerstaaten des Vertrages über die Nichtweitergabe von Kernwaffen, solche Garantien zu bekommen", hob er hervor.

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