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    Irans Abgeordnete führten in Moskau Gespräche über russisch-iranische Zusammenarbeit bei ziviler Nutzung der Atomenergie

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    MOSKAU, 08. Juli (RIA Nowosti). Der Chef der föderalen Atomenergieagentur Russlands (Rosatom), Alexander Rumjanzew, und Vertreter einer Parlamentsdelegation der Islamischen Republik Iran haben bei ihrem Treffen am Donnerstag in Moskau die russisch-iranische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der zivilen Nutzung der Atomenergie erörtert. „Bei der Begegnung wurden alle Aspekte der russisch-iranischen Zusammenarbeit diskutiert, einschließlich der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Atomenergie", heißt es in einer Mitteilung der PR-Stelle von Rosatom. Rumjanzew ist Vorsitzender des russischen Teils der ständigen russisch-iranischen Kommission für die Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft.

    Die iranische Abgeordnetengruppe hält sich vom 5. bis 10. Juli auf Einladung der Staatsduma-Abgeordnetengruppe für Beziehungen mit dem iranischen Parlament zu einem Besuch in Russland auf.

    Russische Fachleute beenden derzeit den Bau des ersten Reaktorblocks des Atomkraftwerks Bushehr, der eine Leistung von 1000 Megawatt hat. Die Übergabe des Atomkraftwerks ist für 2006 geplant. Russland wird bis zu 80 Tonnen Nuklearbrennstoff für das Atomkraftwerk liefern, erfuhr RIA Nowosti bei Rosatom. „Die Brennstoffe werden nach Iran geliefert, sobald die technologische Notwendigkeit dafür entsteht", hieß es.

    Die abgebrannten Kernstäbe werden im Laufe von drei bis vier Jahren in einem speziellen Becken in der Nähe der aktiven Zone in Iran gelagert. „Es wird keinen Zugang dazu geben, weil es in den Wasser-Wasser-Reaktoren keinen Zugang zur aktiven Zone gibt. Sobald sich die abgebrannten Kernstäbe für ein Transportpaket ansammeln werden, werden diese nach Russland abtransportiert", hatte der Rosatom-Chef zuvor mitgeteilt. „Im Laufe von drei Jahren werden die Strahlung und die Temperatur auf einen Bruchteil zurückgehen. Dann lassen sich die Kernstäbe leichter abtransportieren", hieß es.

    In Russland werden sie in einem Atommülldepot „wie es etwa in Krasnojarsk-26" gelagert, fügte Rumjanzew hinzu. „Dort wird es weitere rund zehn Jahre unter speziellen Bedingungen gelagert. Danach wird es umgearbeitet, und 95 Prozent der Brennstoffe werden wieder in den Energieumlauf einbezogen. Die restlichen fünf Prozent werden in Glas verschmolzen und eingelagert", sagte der Rosatom-Chef.

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