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    Der Verteidigung der ukrainischen Ministerpräsidentin Timoschenko Einblick in Untersuchungsmaterialien verweigert

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    MOSKAU, 08. Juli (RIA Nowosti). Das Moskauer Bezirks-Militärgericht hob die Verfügung auf, der zufolge der Verteidigung von Julija Timoschenko, der Ministerpräsidentin der Ukraine, die Möglichkeit gewährt wurde, in die Materialien der Sache Einblick zu nehmen.

    Somit befriedigte das Gericht die Berufung der Staatsanwaltschaft. Der Entscheid der Berufungsinstanz wurde an das Garnisons-Militärgericht zur weiteren Verhandlung weitergeleitet.

    Das Moskauer Garnisons-Militärgericht verpflichtete im April die Militäroberstaatsanwaltschaft, den Anwalt Timoschenkos mit den Materialien der Kriminalsache gegen seine Mandantin bekannt zu machen. Aber die Staatsanwaltschaft stimmte dieser Meinung des Gerichtes nicht zu und focht sie in der übergeordneten Instanz an.

    Das Moskauer Bezirks-Militärgericht befand, dass das Garnisonsgericht Verstöße gegen die Strafprozessordnung zugelassen habe. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft, die die Aufhebung des Entscheides des Garnisonsgerichtes initiierte, wurde beim Prozess das kontradiktorische Prinzip nicht befolgt.

    Nach der Gerichtsverhandlung erklärte Timoschenkos Anwalt Wladimir Scherebjonkow, er wolle den Beschluss der Berufungsinstanz im Präsidium des Moskauer Bezirks-Militärgerichtes anfechten.

    Die russische Staatsanwaltschaft beschuldigt Timoschenko, zu der Zeit, da sie eine kommerzielle Struktur leitete, Amtspersonen des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation, bei denen sie die Unterzeichnung von für sie vorteilhaften Verträgen erreichen wollte, bestochen zu haben. Nachdem sich Timoschenko geweigert hatte, in die Russischen Föderation zu kommen und zum Verhör zu erscheinen, wurde sie von Russland in die internationale Fahndung ausgeschrieben.

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