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    Gesetz über die staatliche Regulierung des Handels mit Stör und Kaviar wird bis Ende des Jahres verabschiedet

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    MOSKAU, 08. Juli (RIA Nowosti). Das Gesetz über die staatliche Regulierung des Handels mit Stör und Kaviar wird bis Ende des Jahres 2005 verabschiedet, gab der Leiter der Föderalen Agentur für Fischfang, Stanislaw Iljasow, auf einer Pressekonferenz bei RIA Nowosti bekannt.

    Laut Iljasow belief sich Russlands Quote für den Export von schwarzem Kaviar im Jahre 2004 auf 30 Tonnen. „Doch dazu kam es nicht, denn Russland kam seinen internationalen Verpflichtungen nicht nach. Wir exportierten nur in einer Größenordnung von 20 Tonnen", führte der Beamte aus. In diesem Jahr werden ihm zufolge 28 Tonnen in den Export gehen.

    „In diesem Jahr beläuft sich die Quote, die durch die Konvention über den internationalen Handel mit seltenen Pflanzen und Fischarten festgelegt wird, auf 28 Tonnen. Sie wird eingehalten", sagte Iljasow.

    Der Anteil von russischem Kaviar auf dem Weltmarkt beträgt gegenwärtig 10 Prozent, während es im Jahre 1990 noch 70 Prozent waren. Heute entfallen 87 Prozent auf Iran. Dort wurde das Staatsmonopol für die Produktion von schwarzem Kaviar und seinen Vertrieb eingeführt.

    Ungefähr 70 Prozent der Fische, die in der russischen Wirtschaftszone abgefischt werden, werden zunächst illegal ins Ausland geschmuggelt und dann als Importware zurückgebracht, teilte Iljasow mit.

    Wenn die Hälfte der Fische wieder nach Russland zurückgeholt würde, dann könnten dort die Marktpreise halbiert werden, meint er.

    Ferner unterstrich er die Notwendigkeit, seiner Behörde das Recht auf die Vergabe von Lizenzen für den Fischfang in Russland zurückzugeben. „Heute werden die Genehmigungen von der Aufsichtsbehörde für landwirtschaftliche Produkte erteilt. Dieses Amt gibt nicht nur die Lizenzen aus, sondern ist auch die Kontrollinstanz. Das ist nicht sinnvoll", meint Iljasow.

    Iran ist der einzige Anrainerstaat des Kaspischen Meeres, der geradezu drakonisch gegen Wilderei vorgeht. Wenn außerhalb der Fischfangsaison in der Nähe der Laichgebiete Wilderer auftauchen, werden sie unter Beschuss genommen. Auf diese Weise kann Iran ständig mehr Stör abfischen und die schwarze Delikatesse auf den Weltmarkt exportieren.