00:19 25 Januar 2017
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    USA fordern weitere Ermittlungen im Mordfall Chlebnikow

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    MOSKAU, 8. Juli (RIA Nowosti). Die USA wollen wissen, warum die Generalstaatsanwaltschaft in Moskau die Ermittlungen zur Ermordung des Journalisten Paul Chlebnikow eingestellt hat, erklärt die US-Botschaft in Moskau.

    Die russische Justizbehörde hatte vor Kurzem den Abschluss der Ermittlungen im Mordfall Chlebnikow angekündigt, nachdem insgesamt fünf Verdächtige festgestellt und zwei von ihnen in Untersuchungshaft genommen worden waren.

    Die USA fragten offiziell bei der russischen Staatsanwaltschaft nach den Gründen für die Beendigung der Untersuchung an. Die amerikanische Seite fordert, die Ermittlungen fortzuführen, bis alle notwendigen Indizien gefunden und die Täter gefasst und vor Gericht gestellt sind.

    Die US-Regierung ist bereit, den zuständigen russischen Behörden jede mögliche Unterstützung zu erweisen, um dieses Ziel zu erreichen, so die Botschaft.

    Der Chefredakteur des russischen Forbes, Paul Chlebnikow, war am 9. Juli 2004 in Moskau ermordet worden. Er war Bürger der USA und wohnte in New York. Bei Forbes arbeitete er seit 1989.

    Der Journalist sei wegen seiner beruflichen Tätigkeit von Leuten ermordet worden, die Angst vor der Wahrheit hatten, beharrt die amerikanische Botschaft.

    In der genannten Strafsache nahmen weißrussische Behörden in Minsk auf Antrag ihrer russischen Kollegen vom 17. November 2004 die gebürtigen Tschetschenen Mussa Wachajew und Kasbek Dukusow fest und lieferten diese an Russland aus.

    Nach Angaben der Ermittler sollen Wachajew und Dukusow am 9. Juli 2004 mit einem PKW mit gefälschtem Kennzeichen bei Chlebnikows Bürogebäude vorgefahren sein und mindestens 10 Schüsse aus einer Pistole auf den Journalisten abgegeben haben, als dieser das Gebäude verließ.

    Die russische Generalstaatsanwaltschaft erklärte kürzlich, die Ermittlungen im Mordfall Chlebnikow seien abgeschlossen, die Tatverdächtigen machen sich mit den Materialien der Anklage vertraut.