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    MOSKAU, 8. Juli (RIA Nowosti). Der russische Außenminister Sergej Lawrow trat Berichten russischer Medien entgegen, die dem UN-Sicherheitsrat vorgeworfen hatten, nur bei Terroranschlägen im Westen schnell zu reagieren.

    "Sowohl nach Dubrowka als auch nach Beslan verabschiedete der Weltsicherheitsrat sofort Resolutionen mit der Verurteilung der Terroranschläge, mit der Forderung nach unverzüglicher Befreiung der Geiseln und mit dem Appell an die Weltgemeinschaft, bei der Bekämpfung von Anschlägen zu helfen", erklärte Lawrow am Freitag nach einem Gespräch mit seinem griechischen Amtskollegen Petros Molyviatis vor Journalisten.

    "Wahrscheinlich haben sie gestern die russischen Nachrichten aus New York gesehen. Ich bedauere, dass der russische UN-Korrespondent unrichtige Informationen lieferte", betonte Lawrow.

    Der Korrespondent hätte behauptet, dass der UN-Sicherheitsrat nur nach den Terrorakten in New York, Madrid und London Solidaritätsresolutionen verabschiedete und niemals nach Anschlägen in Russland, erklärte der russische Spitzendiplomat.

    Hierbei erinnerte er daran, dass das Thema Terrorismus noch 1999 nach den Sprengstoffanschlägen auf mehrstöckige Wohnhäuser in Moskau und den Terrorakten in Dagestan in die Tagesordnung des Weltsicherheitsrates aufgenommen worden war.

    "Eine entsprechende Resolution, verabschiedet zwei Jahre vor dem Anschlag vom 11. September 2001, verankerte die Grundsätze, die der Betätigung der Antiterror-Koalition zugrunde gelegt wurden. Weitere Resolutionen bauen diese Grundsätze aus und enthalten praktische Maßnahmen", äußerte der russische Spitzendiplomat.

    Hierbei erinnerte er an eine Resolution, die Ende 2004 verabschiedet wurde und einen der Leitsätze der Terrorismusbekämpfung festschrieb: Der Terror kann durch nichts, auch nicht mit politischen Motiven, gerechtfertigt werden.

    "Gerade da mangelt es einigen Mitgliedern der Antiterror-Koalition an Verständnis. Man darf die Terroristen nicht in die Toga von Politikern kleiden und darauf die Politik aufbauen", betonte Lawrow.

    Bei der Geiselnahme vom Oktober 2002 im Musicaltheater Nord-Ost an der Dubrowka-Straße in Moskau kamen 129 Menschen ums Leben.

    Beim Geiseldrama in Beslan in Nordossetien (Nordkaukasus), als Terroristen am ersten Schultag mehr als tausend Geiseln in einer Schule in ihre Gewalt brachten, starben 330 Personen, etwa die Hälfte davon waren Kinder.

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