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    Verteidigungsminister von Russland und Spanien erörtern Plan gemeinsamer Manöver 2006

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    MOSKAU, 08. Juli (RIA Nowosti). Die Verteidigungsminister Russlands, Sergej Iwanow, und Spaniens, Jose Martinez Bono, werden in Madrid die für das Jahr 2006 in Aussicht genommenen gemeinsamen Militärübungen wie auch die Möglichkeit der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den beiden Verteidigungsministerien über die militärische Zusammenarbeit erörtern.

    Sergej Iwanow reist am 10. Juli zu einem offiziellen Besuch nach Spanien. Wie das russische Verteidigungsministerium bekannt gab, wird Sergej Iwanow während seines Besuchs auch von König Juan Carlos empfangen.

    "Bei dem Besuch wird die Notwendigkeit der weiteren Entwicklung der militärischen und militär-technischen Zusammenarbeit unterstrichen. Gegenstand der Gespräche ist ferner die Teilnahme russischer Schiffe an gemeinsamen Militärübungen, welche im nächsten Jahr stattfinden. Auf der Tagesordnung steht die Möglichkeit der Unterzeichnung eines Vertrages über die militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Verteidigungsministerien. Ferner werden weitere Fragen der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Rüstungswirtschaft zur Diskussion stehen", sagte der Gesprächspartner von RIA Nowosti.

    Er fügte hinzu, dass bei dem Treffen dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität, gegen Drogenhandel und unter Berücksichtigung der Tragödie vom 7. Juli in London gegen den Terrorismus besondere Aufmerksamkeit zuteil wird.

    Daneben bringt der russische Verteidigungsminister eine Kopie des Kreuzes der Kuppel der russisch-orthodoxen Sophien-Kathedrale in Nowgorod Weliki mit nach Spanien.

    Das Kuppelkreuz der ältesten Kathedrale Russlands war Ende des 19. Jahrhunderts aus vergoldetem Kupfer gefertigt worden und bei der Restauration der Sophien-Kathedrale an der Wende zum 20. Jahrhundert aufgestellt worden. Das Kreuz ist über zwei Meter hoch und anderthalb Meter breit. Das Kreuz wird von einer Taube aus Metall gekrönt.

    Das Kreuz verschwand in den Jahren des Zweiten Weltkrieges aus Nowgorod Weliki, als die Stadt von Formationen der spanischen Blauen Division besetzt war. Wie sich nach Jahrzehnten herausstellte, befand es sich etwa 60 Jahre lang in einer Militärakademie bei Madrid.

    Nach Verhandlungen mit Spanien wurde das Kuppelkreuz der Sophien-Kathedrale im November 2004 nach Russland zurückgeführt.

    Der Beschluss über die Übergabe einer Kopie des Kreuzes an die spanische Akademie für Militäringenieure wurde zum Zeichen des Dankes für die Rückführung des Originals nach Russland gefasst.