13:59 21 Oktober 2017
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    Terrorakte in London hängen mit der Teilnahme Großbritanniens am Krieg in Irak zusammen, meinen russische Senatoren

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    MOSKAU, 08. Juli (RIA Nowosti). Die Terrorakte in London hängen unmittelbar mit der Teilnahme Großbritanniens am Krieg in Irak zusammen, davon sind die Abgeordneten des Oberhauses des russischen Parlaments überzeugt.

    "Die gestrigen Explosionen in der U-Bahn und in Autobussen in der britischen Hauptstadt hängen unmittelbar mit der Teilnahme Großbritanniens als Hauptpartner der USA an den Kampfhandlungen in Irak zusammen", sagte Viktor Oserow, Vorsitzender des Ausschusses des Föderationsrates für Verteidigung und Sicherheit, am Freitag.

    Er erinnerte daran, dass solche Abschreckungsaktionen auch in anderen Teilnehmerländern der Koalition, zum Beispiel in Spanien, durchgeführt worden waren. In Irak werden immer noch Bürger jener Länder entführt, die in gleichem Maße wie die USA an den Kampfhandlungen in Irak teilnehmen.

    Dabei unterstrich Oserow, dass solche Terrorakte einige Monate zuvor vorbereitet werden, darum könne das Geschehene in London weder mit der Erklärung Londons zur Metropole der Olympischen Spiele-2012 noch mit dem G8-Gipfel in Schottland zusammen hängen. Diese Meinung wird von Juri Scharandin, Vorsitzender des Ausschusses des Föderationsrates für Verfassungsgesetzgebung, geteilt.

    "Die Ereignisse in London liefern eine erneute Bestätigung dafür, dass nur eine breite Staatenkoalition dem Terrorismus die Stirn bieten kann", fügte er hinzu.

    Laut dem Senator seien sich auch die vollziehende und die gesetzgebende Gewalt Europas darüber klar. "Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass in Europa auch die sogenannten Doppelstandards in Bezug auf den Terrorismus bestehen", betonte er.

    Wie er meint, bezeuge das die Tatsache, dass die Parlamentarische Versammlung des Europarates seit etlichen Jahren schon nicht in der Lage ist, die internationale Konvention über den Kampf gegen den Terrorismus anzunehmen.

    Laut einer Meldung der BBC, in der sie sich auf den Polizeisprecher von Großlondon Brian Paddick beruft, habe sich die Zahl der Todesopfer der Terrorakte in London auf 38 erhöht.

    Associated Press führt aber die Worte des Premierministers Australiens, John Howard, an, der am Freitag erklärte: Laut der ihm zur Verfügung stehenden Information beträgt die Zahl der Todesopfer bereits 52.

    Laut Angaben des Polizeisprechers seien 35 Menschen bei den Explosionen in der U-Bahn und zwei bei der Busexplosion ums Leben gekommen, eine Person sei im Krankenhaus gestorben. Verletzungen erlitten 700 Menschen, teilte Paddick mit.

    Wie aus dem Dienst der Schnellen Hilfe von London verlautet, wurde 45 schwer verletzten Patienten ärztliche Hilfe erwiesen. Der Zustand einiger von ihnen ist kritisch.

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